Timo Scheider: „Kommentare extrem unter der Gürtellinie“

Audi-DTM-Fahrer Timo Scheider spricht über die Nachwirkungen der Schieb-ihn-raus-Affäre von Spielberg und berichtet, wie es ihm bei seiner Zwangspause ergangen ist.

„Der Fall wurde ja in allen mir bekannten und zuvor auch unbekannten Medien aufgegriffen. Dass das so hohe Wellen schlägt, damit habe ich nicht gerechnet“, sagt Scheider.

„Ob jetzt in den Zeitschriften, Zeitungen, in Sozialen Medien oder beim Gang vor die Haustür – ich habe viele Kommentare einstecken müssen, die doch extrem unter die Gürtellinie gingen. Das war schon bitter.“

Scheider hatte beim Sonntagsrennen in Spielberg einen Unfall verursacht, wobei die beiden Mercedes-Piloten Robert Wickens und Pascal Wehrlein ins Aus befördert wurden.

Wenige Augenblicke vor der Kollision zwischen Scheider und Wickens hatte sich jedoch Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich via Funk an Scheider gewandt. „Timo, schieb ihn raus“ – so hatte Ullrich seinen Fahrer angewiesen.

Scheider war umgehend disqualifiziert worden und erhielt später vom DMSB noch eine Rennsperre. In Moskau übernahm Formel-3-Pilot Antonio Giovinazzi Scheiders Cockpit bei Phoenix-Audi.

Scheider selbst wurde damit zum Zuschauer degradiert. „Ich hatte mir schon überlegt, die DTM an diesem Wochenende nicht zu verfolgen. Aber das konnte ich natürlich auch nicht“, meint Scheider. „Dafür ist die Liebe zu meinem Sport einfach zu groß.“

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