Ursachenforschung nach Samstags-Debakel: Budapest zu heiß für BMW?

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Ursachenforschung nach Samstags-Debakel: Budapest zu heiß für BMW?
Julia Spacek
Autor: Julia Spacek
05.06.2018, 09:07

BMW geht nach dem schlechten Ergebnis im Samstagsrennen der DTM in Budapest der Sache auf den Grund: "Wir sind mit heißen Bedingung nicht zurechtgekommen"

Nach dem schlechten Abschneiden im DTM-Samstagsrennen in Budapest betreibt BMW Ursachenforschung. Bruno Spengler war auf Rang zwölf bester Fahrer und die Münchner blieben ohne Punkte. Trotz des Dreifachsiegs im Chaosrennen am darauf folgenden Tag ist man beim Hersteller aus der bayerischen Landeshauptstadt mit der Ausbeute nicht zufrieden. "Mit den heißen Bedingungen im Qualifying und im Rennen sind wir definitiv überhaupt nicht zurechtgekommen", erklärt BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt nach dem Samstagsrennen.

"Im Freien Training waren wir wirklich gut dabei, auch unsere Longruns waren okay. Das Qualifying haben wir schon nicht hingekriegt. Das war von der Balance her nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben - entsprechend auch das schlechte Ergebnis", ergänzt er.

Die Münchner hätten versucht, über die Strategie weiter nach vorne zu kommen, "aber wir haben mit den Autos einfach keine Balance richtig hingekriegt. Das ist definitiv nicht der Anspruch, den wir haben. Da müssen wir heute mal richtig tief in die Trickkiste greifen", sagt Marquardt.

Der Sportchef vermutet, dass die hohen Temperaturen in Budapest der Grund für die schlechte Performance sind. "Es ist bei allen Autos so. Wir haben aggressive Strategien ausprobiert und mit Marco Wittmann eine normale, das Resultat war immer das gleiche."

Der Sonntag schien zunächst ein Abbild des Vortags zu werden. Im zweiten Qualifying fanden sich die BMW-Piloten auf den hinteren Startplätzen wieder. Nur Timo Glock auf Rang acht bildete dabei eine Ausnahme.

"Für uns war es eine lange Nacht", schildert Rudolf Dittrich, Leiter der BMW-Fahrzeugentwicklung. "Wir haben uns sehr intensiv mit den Daten auseinandergesetzt, um zu verstehen, was passiert ist." Vor dem Rennsonntag seien noch einige Änderungen an den Fahrzeugen vorgenommen worden, um die Balance des M4 DTM zu verbessern. "Im Qualifying hatten wir es noch nicht ganz, da hätte der Timo auch auf Rang drei fahren können, aber das Rennen hat dann mehr als entschädigt."

Glock, der aus Budapest mit der Tabellenführung im Gepäck abreist, ist optimistisch, dass das schlechte Wochenende eine Ausnahme war. "Das ist die DTM", sagt er. "Aus irgendeinem Grund bekamen wir es auf dieser Strecke einfach nicht hin."

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Rennserie DTM
Autor Julia Spacek
Artikelsorte News