De Sadeeler: ”Egal wie es ausgehen wird, ich strebe die WEC oder die Formel E an!”

Der Pilot aus Lausanne und sein Team United Autosports gehen in Paul Ricard beim Kampf um den Meistertitel in der European Le Mans Series aus der dritten Startreihe ins Rennen, doch am Horizont zeichnet sich bereits das Jahr 2018 ab…

Achtung, Achtung! Es gibt einen Schweizer der realistische Chancen hat, den Titel in der European Le Mans Series zu holen und der es verdient hat, besser bekannt gemacht zu werden. Es handelt sich um Hugo De Sadeleer.

 

Der Pilot aus Lausanne ist einer der Spitzenfahrer des Teams United Autosport und nach dem Sieg bei den 4 Stunden von Zeltweg kommt er zusammen mit seinen Teamkollegen Filipe Albuquerque und Will Owen als Zweitplatzierter in der Meisterschaft zum Circuit Paul Ricard.

Das Rennen am Sonntag wird sehr wichtig sein, um sowohl im Kampf um den Team- als auch um den Fahrer-Titel, bei dem der Pilot aus dem Kanton Waadt gerade mal vier Punkte Rückstand auf seine ärgsten Rivalen Leo Russel und Memo Rojas im Oreca 07-Gibson hat, weiterhin mitreden zu können.

United Autosports, die Mannschaft des amerikanischen Tycoons Zak Brown, der auch Partner bei McLaren ist, überlässt dabei nichts dem Zufall: In der LMP3-Kategorie liegt man bereits an der Spitze der Meisterschaft, und auch in der LMP2-Klasse strebt das Team den Titel an. Am Dienstag, dem 22. August, verbrachte man aus diesem Grunde einen Tag mit privaten Testfahrten in Südfrankreich.

 

Hugo De Sadeleer äusserte sich folgendermassen zu diesem Testtag: ”Es war eine gute Gelegenheit ein paar Runden auf der Strecke zu drehen, auch wenn ich in Paul Ricard bereits während meiner Zeit in der Blancpain GT und in der Formula Renault gefahren bin. So habe ich nun aber auch die neue Kurve kennengelernt, die für die Formel 1 vor der Mistral-Geraden eingebaut wird.“

Im Qualifying zum Rennen in Le Castellet markierten Hugo De Sadeleer und seine Teamkollegen die fünftschnellste Zeit und können so aus der dritten Startreihe ins Rennen gehen – direkt hinter den drei superschnellen Orecas, die hier ein Heimspiel haben, und dem Dallara von SMP Racing. Das Rennen auf dem Circuit Paul Ricard ist für den Piloten aus Lausanne insofern besonders wichtig, da danach nur noch zwei Veranstaltungen ausstehen: die Rennen in Spa am 24. September und in Portimao am 22. Oktober.

 

Haben wir also bald einen weiteren Schweizer Piloten, der bei den Prototypen einen Titel holt? Wir können es hoffen, auch wenn er selber schon an seine Zukunft und seine weiteren Karriereschritte denkt. Obwohl er noch sehr jung ist, scheint er bereits sehr klare Vorstellungen im Kopf zu haben: „Zuerst geht es mal darum, diese Saison zu beenden, doch unabhängig davon, wie es ausgehen wird, hätte ich gerne ein Cockpit in der WEC oder – warum auch nicht – in der Formel E. Und wenn mich jemand zu einem schönen Bergrennen in der Schweiz einladen möchte, wäre ich ebenfalls dankbar und würde ich mich geehrt fühlen.“
Bei der Verabschiedung machte er mit uns ein Treffen für den nächsten Tag aus, doch aus Gründen des Aberglaubens verraten wir den Ort nicht...

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Über diesen Artikel
Rennserien ELMS
Veranstaltung 4h Le Castellet
Rennstrecke Circuit Paul Ricard
Fahrer Hugo de Sadeleer
Teams United Autosports
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