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Le Mans eSports Serie 2019: Team Veloce überrascht sich selbst mit Finalsieg

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Le Mans eSports Serie 2019: Team Veloce überrascht sich selbst mit Finalsieg
Autor:
, Journalist
17.06.2019, 07:13

Die Champions der ersten Le Mans eSports Serie zeigen sich "überrascht" von ihrer Leistung im Superfinale der virtuellen Meisterschaft

Team Veloce hat die erste Saison der Le Mans eSports Serie für sich entschieden. Im Superfinale der virtuellen Meisterschaft setzte sich das dreiköpfige Fahrerteam gegen seine Konkurrenten durch und strich so den Löwenanteil des insgesamt 100.000 Euro umfassenden Preisgelds ein.

Im Superfinale der Le Mans eSports Serie 2019 trafen zwölf Teams zu je drei Piloten aufeinander. Sie trugen neun Rennen innerhalb von 24 Stunden aus, im direkten Vorprogramm der 24 Stunden von Le Mans.

Zehn der zwölf Teams hatten sich über ein sechsstufiges Qualifikationsverfahren in die Startaufstellung manövriert. Veloce wiederum war durch eine Wildcard ins Finale gekommen und dort mit David Kelly, Noah Schmitz und James Baldwin angetreten.

eROC-Champion Baldwin hatte sein Team vor dem Rennwochenende als "Außenseiter" bezeichnet. Er selbst war bis zwei Wochen vor dem Superfinale noch nicht mit dem dafür verwendeten Spiel "Forza 7" vertraut gewesen.

Doch für Veloce lief alles nach Plan – und besser: Das Team ging von P4 in das 90-minütige Hauptrennen, und mit einem Handicap von 15 Sekunden. Dieser Rückstand auf die Pole-Setter von Baguette Racing hatte sich aus den in den acht Vorläufen gesammelten Punkten ergeben.

Veloce hatte den Rückstand jedoch rasch wettgemacht und lag schon bald an zweiter Stelle, ehe es sechs Runden vor Schluss auch an Baguette Racing vorbeizog, um so den Sieg im Superfinale sicherzustellen.

"Unsere Ausgangslage vor dem Finale war nicht besonders gut", sagte Baldwin gegenüber 'Motorsport.com'. "Es kam überraschend für uns und alle anderen, dass wir um so viel schneller waren."

"Es begann mit meinem Stint. Anschließend ließ Noah [Baguette-Fahrer] Aurelien Mallet sehr alt aussehen, und damit war eigentlich nicht zu rechnen. Aurelien ist der König schlechthin in Forza, aber Noah hat ihn gebügelt. Danke auch an Dave, der das Set-up im Alleingang erstellt hatte. Ohne sie hätten wir all das nicht geschafft."

Le Mans Esports Series Super Final

Le Mans Esports Series Super Final

Foto: Rainier Ehrhardt

Laut Schmitz habe ihm die Situation im Team Veloce viel Selbstvertrauen verliehen, sodass er Mallet überholen konnte. "Er ist der Mann, den es bei Forza-Wettbewerben zu schlagen gilt", sagte Schmitz.

"Als ich zu Beginn meines Stints aus der Box kam, hatte ich ein paar Schwierigkeiten. Ich war nicht besonders optimistisch. Aber dann holte ich auf ihn auf. Ich fragte nach bei James, ob Aurelien im Auto sitzt. Ich hielt ihn nämlich für jemand anderes."

"Ich fühlte mich plötzlich wohl im Auto. So wohl, dass das wahrscheinlich der Hauptgrund dafür war, dass wir überzeugend gewonnen haben."

Kelly wiederum meint, der gute Umgang mit Druck sei der Schlüssel zum Erfolg für Team Veloce gewesen.

"Meine Teamkollegen wissen, wie man unter Druck agiert", sagte er. "Aurelien ist normalerweise nicht aus der Ruhe zu bringen, doch Noah hat bei ihm einen Nerv getroffen."

Die Le Mans eSports Serie geht in eine zweite Saison. Weitere Informationen dazu werden schon in Kürze bereitgestellt. Interessierte Online-Racer können sich hier registrieren und erfahren so aus erster Hand, wie die Zukunftspläne aussehen.

Und schon jetzt steht fest: Die Le Mans eSports Serie geht in eine zweite Saison. Weitere Informationen dazu wollen die Veranstalter bereits in Kürze bekanntgeben. An der Premierensaison mit insgesamt sechs Vorveranstaltungen hatten sich rund 20.000 Online-Racer beteiligt.

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Autor Josh Suttill