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Alexander Albon: Ist Verstappen ein Karriere-Gefährder?

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Alexander Albon: Ist Verstappen ein Karriere-Gefährder?
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29.08.2019, 17:33

Alexander Albon spricht vor seinem ersten Einsatz für Red Bull über den Zeitpunkt der Nachricht, seine Ziele und Max Verstappen als neuen Teamkollegen

Als Alexander Albon am Montag nach dem Ungarn-Grand-Prix zu Helmut Marko ins Grazer Büro kam, erwartete der Thailänder eigentlich nur eine übliche Besprechung. Und so lief es für ihn zunächst auch ab. Doch irgendwann ließ der Motorsport-Konsulent von Red Bull die Bombe platzen: Albon würde ab Belgien im Red Bull von Pierre Gasly sitzen.

"Das Gespräch lief eigentlich so vor sich hin, und irgendwann meinte er: 'Oh, ach ja, das wird passieren'", erinnert sich Albon. "Und das war's eigentlich." Nur eine Stunde später wusste auch die Öffentlichkeit Bescheid. Zuvor rief der 23-Jährige aber bei seinen Eltern an, um ihnen die Neuigkeiten brandaktuell zu überbringen.

Er erinnert sich noch an die Reaktionen: "Meine Mum war einfach eine Mum und wusste nicht recht, was sie sagen sollte. Und mein Dad hat eigentlich nur gelacht. Es war etwas surreal", schildert der neue Red-Bull-Pilot. "Ich denke, sie waren noch etwas freudiger erregt als ich."

Keine hohen Erwartungen in Belgien

Doch nach der Verkündung fiel Albon in eine Art kleines Loch. Denn der Rookie wusste nicht so recht, mit wem er jetzt reden soll und was er nun tun soll - schließlich war Sommerpause und keiner so wirklich erreichbar. "Das erste Mal, als ich mit jemandem wirklich reden konnte, war am Montag. Ich versuche jetzt ein wenig aufzuholen und alle im Team kennenzulernen."

Am Wochenende wird es für ihn aber ernst, denn dann muss er sich in einem Topteam auch sportlich beweisen. Red Bull dürfte allerdings keine allzu hohen Erwartungen haben, denn nach einem Motorenwechsel wird Albon ohnehin von hinten starten müssen. "Wir schauen einfach, wie das Wochenende verläuft", will sich auch der Thailänder selbst nicht zu sehr unter Druck setzen.

"Es ist ein neues Umfeld, von daher versuche ich einfach zu verstehen, wie das Team funktioniert, wie das Auto funktioniert und dann höre ich einfach auf Max und schaue, wie er mit dem Team umgeht", so Albon weiter.

Albon sieht mehr Chance als Risiko

Dass er nun in ein neues Team kommt, beunruhigt ihn nicht, schließlich war die Situation vor der Saison für ihn noch schlimmer. Die Testfahrten in Barcelona musste er bestreiten, ohne je zuvor in einem Formel-1-Auto gesessen zu haben. Von daher ist die Situation für ihn jetzt entspannter, auch wenn er natürlich um das Schicksal von Pierre Gasly weiß.

 

Doch Albon betrachtet es einfach als einmalige Chance: "Es gibt viele Fahrer, die in der Formel 1 fantastische Leistungen geboten haben, die aber nie die Möglichkeit hatten, in einem siegfähigen und titelfähigen Team zu sein", betont er.

Auf der anderen Seite wartet mit Max Verstappen nun ein echtes Kaliber als Teamkollege. Der Niederländer hat schon einige Karrieren von Konkurrenten an die Wand fahren lassen - wie zuletzt eben die von Gasly. Gefragt, ob er Teamkollegen durch diese Aussicht nervös mache, zuckt der Niederländer aber mit den Schultern: "Ich weiß nicht."

Kein Fokus auf Verstappen

Auch Albon wird natürlich auf diese Aussichten angesprochen, doch er winkt ab: "Im Moment schaue ich nicht so viel auf Max. Ich weiß, dass ich im Moment ziemlich unerfahren bin - und ich denke, das Team weiß das auch." Auf gute Ergebnisse hofft er zumindest am Ende des Jahres. "Im Moment ist das aber nicht der Fokus", so Albon.

Kennen tun sich die beiden Red-Bull-Piloten schon aus alten Karttagen. "Wir hatten ein paar Unfälle, erinnerst du dich?", lacht Albon in Richtung Verstappen. "Ein paar kleine Berührungen, ja", lacht dieser zurück.

 

"Wir hatten schon eine gute Rivalität", erinnert sich Albon. "Max war der Youngster, ich der Erfahrene - schon seltsam irgendwie. Denn ich bin zwar älter, aber jetzt ist es in der Formel 1 umgekehrt."

"Alex ist ein toller Typ", legt Verstappen nach und bescheinigt ihm eine Menge Speed. "Man kann hören, dass er ziemlich aufgeregt ist - und das ist immer gut", meint er. "Ich schätze Alex sehr, aber ich habe auch Pierre sehr hoch eingeschätzt." Ob es für ihn nun schwieriger wird? "Das werden wir herausfinden."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Autor Norman Fischer