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Alexander Albon: Warum Singapur doch kein Heimrennen ist

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Alexander Albon: Warum Singapur doch kein Heimrennen ist
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper
19.09.2019, 18:25

Red-Bull-Pilot Alexander Albon erklärt, wie er sich nach zwei Rennen im Red Bull RB15 fühlt und was er von Stadtkursen wie jenem in Singapur hält

Alexander Albon bestreitet seinen ersten Singapur-Grand-Prix in der Formel 1 vor den Augen seiner Familie und Unterstützer Red Bull Thailand. Der Brite mit thailändischen Wurzeln will das Rennen dennoch nicht als Heim-Grand-Prix bezeichnen. Schließlich trennt Malaysia sein Heimatland von Singapur.

"Man fliegt immer noch zwei Stunden, daher ist es nicht wirklich ein Heimrennen", muss er schmunzeln. "Ich möchte dennoch gut abschneiden vor den Augen meiner Familie." Auf Stadtkursen sei er immer ganz "okay" gewesen, Singapur komme ihm vor wie eine Mischung aus Baku und Monaco.

Während Albon im Toro Rosso in Aserbaidschan Elfter wurde, konnte er im Fürstentum auf Rang acht fahren. "Es ist sehr technisch, wie in Monaco, aber diese 90-Grad-Kurven erinnern mich an Baku. Sieht nach Spaß aus." Im Simulator hat er bereits einen ersten Vorgeschmack auf die Rennstrecke bekommen. Sein Vorteil sei, dass die Simulation sehr "akkurat" sei.

"Das ist gar nicht einfach, aber ich genieße die Herausforderung." Der einzige Unterschied zur Wirklichkeit: "Während du im Simulator gleich in der ersten Runde voll pusht, musst du dich in der Realität herantasten." Da kommen auch die Mauern schneller näher.

Albon rechnet damit, dass die Zeitabstände relativ groß ausfallen werden. Er möchte sich im ersten Training "Schritt für Schritt" an die Aufgabe herantasten. "Ich bin sicher, dass ich da weit weg sein werde von der Pace." Sein Ziel: "Bis zum Qualifying und Rennen alles in Ordnung bringen. Das Auto wird dieser Strecke besser liegen als Spa und Monza", weiß er.

Das erste Podium scheint noch nicht in Reichweite, zumindest will Albon nichts vorwegnehmen: "Ich werde darüber erst nach Freitag nachdenken. Ich sage nicht, dass mich ein Podium nicht freuen würde, aber ich habe mir nicht das Ziel gesetzt, dieses Wochenende eines einzufahren."

Er möchte einfach nur fahren und sehen, wohin das führt. Das Team sei sich seiner Situation sehr bewusst, daher gibt Red Bull dem Rookie auch sehr viel Raum und Zeit, um sich anzupassen und zu verbessern, lobt er. "Natürlich will ich selbst Verbesserungen sehen, aber es gibt derzeit keine konkreten Vorgaben."

Mit den Rängen fünf und sechs in den ersten zwei Rennen ist er nicht ganz zufrieden. Schließlich waren beiden Qualifyings nicht optimal. In der zweiten Rennhälfte in Italien habe er schließlich gespürt, dass er mehr aus dem RB15 rausholen kann, berichtet der 21-Jährige.

"Jetzt kommen wir zu all den Strecken, die ich nicht kenne. Das ist also eine doppelte Aufgabe für mich: das Auto und die Strecken kennenlernen." Es fühle sich immerhin schon "natürlicher" an, den Red Bull zu fahren. Nachgefragt, ob sich der Bolide schwierig fahren lässt, meint er: "Ich denke, jedes Auto ist knifflig am Limit zu bewegen."

Das bedeute nicht, dass der RB15 schwieriger zu fahren sei als der Toro Rosso. "Es geht darum, die Unterschiede zu verstehen." Dann werde er auch näher an Teamkollegen Max Verstappen herankommen. "Persönlich will ich das natürlich."

"Aber es geht nicht darum, dass ich bis zu einem bestimmten Rennen dieselbe Pace habe." Sein Abschneiden wird in den kommenden Rennen auch über seine Zukunft entscheiden. Bislang habe das Team noch nicht über 2020 mit ihm gesprochen, erklärt Albon.

"Es geht darum, dass ich mich auf dieses Jahr fokussiere. Wenn die Ergebnisse stimmen natürlich, aber wir sprechen nicht über die Zukunft."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Event Singapur
Autor Maria Reyer