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Alfa Romeo – 109 Jahre Geschichte und nun "im Dienst" von Sauber

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Alfa Romeo – 109 Jahre Geschichte und nun "im Dienst" von Sauber
Autor:
, Motorsport.com Switzerland
Übersetzung: Michael Bieri, Motorsport.com Switzerland
24.06.2019, 06:00

Die 1910 gegründete italienische Marke, die seit einigen Saisons mit dem Rennstall aus Hinwil zusammenarbeitet, feiert am 24. Juni den 109. Geburtstag.

Am 24. Juni 1910, vor 109 Jahren, erblickte Alfa Romeo in Mailand das Licht der Welt. In Wirklichkeit gehen die Ursprünge der glorreichen italienischen Marke jedoch noch einige weitere Jahre zurück – genau genommen ins Jahr 1906, als die Società Italiana Automobili Darracq in Neapel gegründet wurde.

Nur wenige Jahre später verlegte das Unternehmen seine Aktivitäten in die Hauptstadt der Lombardei und änderte seinen Namen in ALFA (Anonima Lombarda Fabbrica Automobili). 1918, nach dem ersten Weltkrieg, wurde noch der Name Romeo hinzugefügt, der von Nicola Romeo, einem Ingenieur aus Sant'Antimo, der bis 1928 Präsident des Unternehmens war, übernommen wurde. 

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Für die ersten Gehversuche in der Welt des Motorsports müssen wir bis ins Jahr 1911 zurückzugehen, als sich Alfa erstmals bei der Targa Florio präsentierte. Damals galt der sizilianische Wettbewerb als einer der wichtigsten der Welt. 1929 übernahm Enzo Ferrari mit seiner Scuderia Ferrari jedoch das mit Alfa Romeo verbundene Rennteam und gab damit der Renngeschichte der Marke mit der Mailänder Schlange im Wappen einen enormen Schub.

Per i primi approcci al mondo del motorsport bisogna tornare indietro sino al 1911, quando l’Alfa si presentò alla Targa Florio. All’epoca la competizione siciliana era considerata una delle più importanti a livello mondiale. A dare un grande impulso alla storia agonistica del Marchio del biscione però ci penserà nel 1929 Enzo Ferrari che con la sua Scuderia Ferrari prese in mano la squadra corse collegata all’Alfa Romeo.

Von der Lombardei bis... Enzo Ferrari

Der Drake, wie Enzo Ferrari genannt wurde, schaffte danach das Meisterstück, den großen Designer Vittorio Jano, einen der besten seiner Zeit, von FIAT abzuwerben. Mit Beginn der kriegsbedingten Wirtschaftskrise musste sich Alfa Romeo 1933 jedoch bis 1937 vom Rennsport zurückziehen. Ein harter Schlag, der Ferrari dazu brachte, sich endgültig von der "Mutter" Alfa zu lösen. 

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Zu Beginn der 50er Jahre und der Gründung der neuen Formel-1-Weltmeisterschaft kehrte Alfa Romeo in den Motorsport zurück und gewann sofort die ersten beiden Fahrer-Weltmeisterschaften (die Hersteller-WM wurde erst 1958 eingeführt), auch wenn man im Vergleich zur Konkurrenz eine veraltete Technologie verwendete und sogar Autos einsetzte, die mit Vorkriegsmaterialien gebaut worden waren.

Festa Passione Alfa Romeo

Festa Passione Alfa Romeo

Photo by: FIAT Chrysler Automobiles

 

Nach diesen ersten beiden Saisons allerdings beschloss das IRI, damaliger Eigentümer der Marke mit der Schlange, jedoch, die Autos aus der F1 zurückzuziehen, da die italienische Regierung nicht bereit war, Alfa Mittel für den Rennsport zur Verfügung zu stellen.

In der F1 nur als Lieferant von Motoren

Das Unternehmen aus der Lombardei kehrte danach von 1961 bis 1979 als Motorenlieferant sowie zwischen 1979 und 1985 auch wieder als Rennstall in die Formel 1 zurück, allerdings konnte man in diesen Jahren keine Ergebnisse von großer Bedeutung erzielen. Zu den Piloten, die damals in den Alfa-Rennern sassen, gehörten unter anderem Mario Andretti, Riccardo Patrese und Andrea De Cesaris, der in der Saison 1994 durch eine seltsame Wendung des Schicksals auch für Sauber, den heutigen Partner von Alfa Romeo, fuhr. 

Die Mailänder Marke tauchte von 1983 bis 1988 erneut als Motorenlieferant in der Formel 1 auf, verliess danach die Königsklasse des Motorsports aber endgültig.

Mit dem Ziel, die Marke Alfa Romeo zu stärken, platzierte Sergio Marchionne, CEO der FCA (Fiat Chrysler Automobiles), das Emblem der Mailänder Marke ab 2015 wieder auf den Ferrari-Fahrzeugen und brachte Alfa Romeo damit ein weiteres Mal zurück in die Formel 1. Als 2018 die Partnerschaft mit dem Schweizer Team Sauber begann, wurde diese Operation auf eine neue Stufe gehoben.

Eine wichtige "Schweizer Verbindung"

Der Schweizer Rennstall startet seit 1993 in der Formel 1 und hatte seither etliche namhafte Piloten wie etwa Jean Alesi, Kimi Raikkonen, Felipe Massa, Giancarlo Fisichella, Robert Kubica oder Charles Leclerc in seinen Autos. Die Beziehung zwischen Sauber und Ferrari war schon immer sehr eng. Als Beleg dafür wird das Schweizer Team seit 2010 mit Motoren aus Maranello beliefert.

Alfa-Brabham BT46/B e Alfa Romeo 179D

Alfa-Brabham BT46/B e Alfa Romeo 179D

Photo by: FIAT Chrysler Automobiles

Es war genau diese Verbindung, die Marchionne dazu veranlasste, diese neue Partnerschaft ins Leben zu rufen. Obwohl Alfa eine technologische, technische und kommerzielle Zusammenarbeit mit Sauber eingegangen ist, beliefert es das Schweizer Team derzeit weder mit Fahrwerken, Motoren noch mit anderen Komponenten. 

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Das Team, das seit 2019 seinen offiziellen Namen Sauber abgelegt hat und sich nun Alfa Romeo Racing nennt, hat einerseits das Ziel, die Marke mit der Schlange weltweit zu stärken, andererseits soll es auch in gewisser Weise als Junior-Team für Ferrari dienen, wie es zwischen Toro Rosso und Red Bull der Fall ist.

Kurz gesagt, die 109 Jahre der Geschichte von Alfa Romeo kommen nun auch dem Team von Peter Sauber zugute, dessen Autos dank dieser Partnerschaft, an der auch Ferrari indirekt beteiligt ist, in den letzten beiden Jahren deutlich leistungsfähiger geworden sind als in den dunklen Jahren zuvor.

Festa Passione Alfa Romeo

Festa Passione Alfa Romeo

Photo by: FIAT Chrysler Automobiles

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