Alonso auf Schumachers Spuren: Schon in Barcelona im McLaren?

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Alonso auf Schumachers Spuren: Schon in Barcelona im McLaren?
31.01.2019, 14:27

Wird Fernando Alonso wie 2007 Michael Schumacher bei Ferrari McLaren-Berater? Schon bei den Wintertests könnte er im MCL34 sitzen und mit seiner Expertise helfen

Wird Fernando Alonso beim McLaren-Formel-1-Team wie einst Michael Schumacher bei Ferrari Berater? Statt an 21 Formel-1-Rennen teilzunehmen, steht der Spanier vor einem ruhigen Jahr, denn neben den drei WEC-Läufen, darunter die 24 Stunden von Le Mans, stehen nur die 500 Meilen von Indianapolis auf dem Programm. Da hätte er genug Zeit, um seinem Team an der Boxenmauer mit seiner Expertise zu helfen und sich sogar selbst hinters Steuer zu klemmen.

Glaubt man der spanischen 'Marca', wird genau das schon bei den Wintertests der Fall sein: Alonso soll zumindest für einen halben Tag den MCL34 testen, um ein Gefühl für das neue Auto zu bekommen. Damit könnte er seinem Team bei der Suche nach eventuellen Fehlerquellen helfen - und würde auch selbst einen Eindruck bekommen, ob ihn ein Comeback reizen würde.

"Ich werde mich natürlich voll auf das Indy 500 konzentrieren, aber wenn ich mit meiner Erfahrung, die ich über die Jahre aufgebaut habe, irgendwie dem McLaren-Formel-1-Team helfen kann, dann würde ich das gerne tun", bietet Alonso seine Unterstützung für die ab 2019 neu aufgestellte Truppe unter der Leitung von Ex-Porsche-Technikchef Andreas Seidl an.

McLaren-Boss Brown: Alonsos Hilfe ist bei allen wilkommen

Auch Michael Schumacher kehrte übrigens nach seinem ersten Rücktritt Ende 2006 schon 2007 zu Testzwecken in den Ferrari-Boliden zurück. Beim Team und auch bei den neuen Fahrern Carlos Sainz und Lando Norris sei jeglicher Input des Asturiers mehr als willkommen, bekräftigt McLaren-Boss Zak Brown.

Alonso habe "eine lange Beziehung zu Carlos und ist in Daytona mit Lando als Teamkollegen gefahren", sagt der US-Amerikaner. "Er ist sowohl bei den Ingenieuren wie auch bei den Fahrern jederzeit willkommen. Das wollen wir annehmen und hoffen, dass uns das einen Wettbewerbsvorteil bringt."

Sainz und Norris: Kein Problem mit Alonso im Cockpit

Angesprochen auf einen möglichen Wintertest Alonsos, lässt Brown nur so viel durchklingen: "All diese Formel-1-Weltmeister - wie Michael Schumacher, Alain Prost oder Mika Häkkinen, der einem Comeback sehr nahe kam - wollen sich nicht zu weit von der Formel-1-Boxengasse entfernen." Alonso könnte "sehr viel einbringen, und Carlos und Lando sind offen für jegliche Vorschläge. Fernando kennt das Team eben sehr gut, die beiden haben diese Erfahrung nicht."

Offensichtlich entscheidet ausschließlich der Superstar selbst, wie sehr er sich am Formel-1-Programm beteiligen will. "Er weiß am besten, wie sich das Auto über die Jahre geändert hat, er weiß viel besser als ich, was gut und was schlecht ist", sagt Formel-2-Vizemeister Norris.

"Ich weiß aber nicht, was passieren wird und ob er sich noch stark einbringen will. Das liegt an ihm." Und auch Sainz würde es für "eine gute Sache" halten, wenn Alonso Autos vergleicht: "Ich würde das überhaupt nicht negativ sehen".

Mit Bildmaterial von LAT.

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