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AlphaTauri: Neues Reglement 2021 kompliziert Synergieprojekt mit Red Bull

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AlphaTauri: Neues Reglement 2021 kompliziert Synergieprojekt mit Red Bull
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble
07.03.2020, 08:43

AlphaTauri möchte im legalen Rahmen weiterhin Teile von Red Bull beziehen - 2021 gestaltet sich das wegen des komplett neuen Reglements aber etwas schwieriger

Seit der Formel-1-Saison 2019 hat sich die Verbindung zwischen Red Bull Racing und dem eigenen Nachwuchsteam AlphaTauri - damals noch Toro Rosso - wieder verstärkt. Im Rahmen des Reglements bezieht das Team aus Faenza mehrere Teile für seinen Boliden vom "großen Bruder". Bislang war es so, dass AlphaTauri für sein neues Autos jeweils Teile vom Vorjahres-Red-Bull bekam.

Das wird 2021 in der Form nicht möglich sein. Weil sich das Reglement komplett ändert, kann AlphaTauri die Teile vom 2020er-Red-Bull dann nicht verwenden. "Auch im nächsten Jahr werden wir Vorder- und Hinterradaufhängung, das Getriebe und die Hydraulik [von Red Bull] bekommen", bestätigt AlphaTauri-Teamchef Franz Tost jedoch auf Nachfrage von 'motorsport.com'.

Klar ist damit, dass AlphaTauri die neuen 2021er-Teile von Red Bull beziehen wird. Das stellt den Rennstall allerdings vor ein zeitliches Problem. Denn in Faenza kann man nicht warten, bis die Entwicklung der Teile bei Red Bull komplett abgeschlossen ist. Stattdessen könnte der Fall eintreten, dass AlphaTauri zum Beispiel mit einer frühen Version des 2021er-Getriebes von Red Bull fahren wird.

"Es wird sich schon im August oder September entscheiden, ob Red Bull auch mit diesem Getriebe fährt oder ob sie noch im Windkanal bleiben [und weiterentwickeln]", kündigt Tost an und erklärt: "Dann bekommen wir vielleicht das Getriebe aus dem September, denn wir wollen und können nicht bis November oder Dezember warten." Red Bull dagegen könnte anschließend noch einige Zeit weiterentwickeln.

Tost stellt allerdings klar, dass AlphaTauri in diesem Fall kein unfertiges Produkt erhalten werde. Das eigene Getriebe werde sicher "nicht komplett anders" als das Red-Bull-Endprodukt sein. "Vielleicht liegt die Antriebswelle etwas höher oder tiefer oder das Differential", sagt der Teamchef. Die Unterschiede würden dann aber "nur ein paar Millimeter" betragen.

"Aber für ein Team wie Red Bull ist das wichtig, denn [...] viele kleine Änderungen können bei der Performance einen großen Unterschied machen", erinnert Tost. Ab 2022 kann man dann übrigens wieder auf das aktuelle Modell zurückgreifen. Weil die Regeln dann stabil bleiben, kann AlphaTauri ab 2022 jeweils wieder die Teile vom Vorjahres-Red-Bull nutzen.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Autor Ruben Zimmermann