Alpine: Abgang von Teamchef Cyril Abiteboul war "ein Schock"

Nicht nur für Außenstehende, auch für Alpine selbst sei der Abschied von Teamchef Cyril Abiteboul im Januar "eine Überraschung und ein Schock" gewesen

Alpine: Abgang von Teamchef Cyril Abiteboul war "ein Schock"

Für die Formel-1-Saison 2021 hat sich das Werksteam von Renault nicht nur einen neuen Namen verpasst, sondern sich auch personell neu aufgestellt. Auf Management-Ebene gab es weitreichende Veränderungen, die mit dem Abschied von Cyril Abiteboul, langjähriger Teamchef bei Renault, ihren Anfang nahmen.

"Es war natürlich eine Überraschung und ein Schock für alle, als wir es erfuhren", rekapituliert Alpine-Direktor Marcin Budkowski den Abgang von Abiteboul. "Aber wir waren trotzdem bereit für die Saison und dem Projekt sehr verpflichtet."

"Cyril hatte in seiner Rolle ohnehin Schwierigkeiten, regelmäßig nach Enstone zu kommen, wegen COVID", erklärt Budkowski weiter. "Seine An- oder Abwesenheit änderte nichts am Engagement für das Projekt. Dann hatten wir ein neues Management-Team, die Ankunft von Laurent (Rossi; Anm. d. R.) wurde angekündigt."

Der neue Alpine-CEO entschied sich, keinen traditionellen Teamchef zu ernennen, um Abiteboul zu ersetzen. Seine Aufgaben werden zwischen Budkowski und dem neuen Rennleiter Davide Brivio aufgeteilt, der von der MotoGP in die Formel 1 wechselt.

Insgesamt sei die Reorganisation von Alpine sehr zügig durchgeführt worden, lobt Budkowski. Die Ziele des Teams blieben indes unverändert: Man hofft, den fünften Platz in der Konstrukteursmeisterschaft aus dem Vorjahr zu verbessern.

"Laurent kam kürzlich für ein paar Tage nach Enstone, bei denen er viele Leute traf, das Auto sah, das Entwicklungsprojekt sah und auch darüber informiert wurde, was wir für 2022 tun. Wir haben uns sehr schnell neu organisiert, wir haben ein neues Team und klare, unveränderte Ziele", so der geschäftsführende Direktor.

Am vergangenen Mittwoch enthüllte Alpine den A521 für die Formel-1-Saison 2021 mit einer auffälligen neuen Lackierung, die in den französischen Nationalfarben Blau, Weiß und Rot gehalten ist. Neben Esteban Ocon, der in der zweiten Saisonhälfte 2020 überzeugen konnte, verstärkt künftig Fernando Alonso das Team.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Formel 1
Autor Juliane Ziegengeist