Alternativer Formel-1-Motor: AER und Ilmor bewerben sich

Der Automobil-Weltverband (FIA) hat eine Ausschreibung für einen alternativen Formel-1-Motor gestartet. Nun sind die ersten Bewerbungen eingegangen.

Advanced Engine Research (AER) und Ilmor Engineering haben demnach bereits ihre Unterlagen eingereicht und könnten sich vorstellen, ab 2017 2,5-Liter-Motoren mit rund 870 PS, aber ohne Hybridsystem anzubieten.

Sowohl AER als auch Ilmor haben bereits Motoren entwickelt, die als Basis für das künftige Formel-1-Aggregat herhalten könnten: Bei Ilmor ist es ein V6-IndyCar-Motor, bei AER ein V6-Doppelturbo für die Langstrecken-WM (WEC).

„Die FIA will einen Motor, der viel Leistung hat. Wir haben einen solchen Motor“, sagt AER-Technikchef Andrew Saunders im Gespräch mit Motorsport.com.

Das AER-Aggregat wird derzeit von Rebellion Racing und Kolles in der LMP1-Klasse der WEC eingesetzt.

Dieser Motor ließe sich problemlos weiterentwickeln, meint Saunders. „Aus dem aktuellen P60 würden wir mit mehr Drehzahl einen P66 machen. Und dieser neue Motor wäre in unseren Augen ideal als alternativer Formel-1-Antrieb.“

Neben AER und Ilmor könnten auch Cosworth und Mecachrome Interesse an der FIA-Ausschreibung haben. Doch beide Unternehmen haben sich bisher nicht dazu geäußert.

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