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Formel-1-Technik mit Giorgio Piola
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Formel-1-Technik mit Giorgio Piola

Analyse: Der Williams FW40 für die Formel-1-Saison 2017

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Analyse: Der Williams FW40 für die Formel-1-Saison 2017
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Co-Autor: Franco Nugnes
Übersetzung: Stefan Ehlen
17.02.2017, 15:22

Williams hat als 1. Team sein neues Auto für die Formel-1-Saison 2017 enthüllt. Der FW40 wirkt wenig revolutionär oder spektakulär, lehnt sich aber recht stark an das Weltmeister-Fahrzeug W07 von Mercedes an.

Die augenscheinlichsten Veränderungen im Vergleich zum Williams-Vorjahresmodell FW38 betreffen die breiteren Pirelli-Reifen und die nun größeren Flügel. Beides bringen die neuen Regeln für die Formel-1-Saison 2017 mit sich.

Bildergalerie: Williams FW40

Das Auto erweckt zudem den Eindruck, einen längeren Radstand zu haben als vergangenes Jahr. Auch die Frontpartie wurde in die Länge gezogen, weil der Frontflügel nun eine Pfeilform aufweist.

Williams hat die Nasenform des FW38 für den FW40 übernommen – zumindest für diese erste Version des Fahrzeugs.

 

Williams FW40
Williams FW40

Foto: Williams

Die Aufhängung des Frontflügels hingegen wurde leicht modifiziert, um die Luft besser unter das Auto und in den sogenannten S-Schacht, für den Red Bull Racing das Vorbild geliefert hat, hinein zu lenken. Damit wird die aerodynamische Leistung auf der Oberseite der Nase, wo die Luft wieder austritt, optimiert.

Der neue Frontflügel trägt den breiteren Pirelli-Reifen Rechnung, sodass die Luft um die Vorderräder herumgelenkt werden kann, um den Luftwiderstand durch die Reifen möglichst gering zu halten.

 

Williams FW40: Frontflügel
Williams FW40: Frontflügel

Foto: Williams

Bei der Vorderradaufhängung hat sich Williams von Mercedes inspirieren lassen. Man bleibt der Schubstangen-Philosophie treu und hat die Aufhängungsteile insgesamt flacher angebracht, wie es das Silberpfeil-Vorbild 2016 vorgemacht hat.

Gut zu erkennen sind die in der Formel-1-Saison 2017 wiedereingeführten seitlichen Windabweiser vor den Seitenkästen. Diesen aerodynamischen Elementen kommt in diesem Jahr eine Schlüsselrolle beim Generieren von Abtrieb zu.

 

Williams FW40
Williams FW40

Foto: Williams

Die Williams-Varianten der Windabweiser sind größer als die des Manor MRT07, den Motorsport.com kürzlich als Windkanal-Modell vorgestellt hat. Die Form deutet an, dass die Luft um die Seitenkästen herum und vor allem zum Diffusor geleitet werden soll.

Am Seitenkasten hat Williams erneut ein Luftleitblech angebracht, dazu 3 horizontale Streben an der vorderen Kante. Seitlich des Cockpits ist je 1 kleines, nach unten gerichtetes Flügelprofil zu erkennen. All dies dient zur Glättung des Luftstroms, bevor dieser auf aerodynamisch sensible Bereiche des Fahrzeugs trifft.

 

Williams FW40
Williams FW40

Foto: Williams

Die Öffnungen in den Seitenkästen und vor den Kühlern sind in Dreiecksform gehalten, wirken aber vergleichsweise klein, obwohl der Mercedes-Motor zur Formel-1-Saison 2017 an Leistung zulegt. Williams will an dieser Stelle also möglichst wenig Luftwiderstand erzeugen.

Der hintere Bereich des Fahrzeugs verjüngt sich sehr zu einem extremen "Coca-Cola-Heck".

Die Airbox über dem Fahrercockpit hat sich stark verändert und wurde ebenfalls an die Mercedes-Lösung aus der Formel-1-Saison 2016 angepasst. Der Überrollbügel wurde als strukturelles Element eingebunden und teilt die unterschiedlichen Luftzufuhr-Leituingen in Richtung Motor und ER-System. In jedem Fall ist die Airbox deutlich größer als 2016.

 

Airbox, Mercedes W07
Airbox, Mercedes W07

Foto: Giorgio Piola

Im Cockpit sind links und rechts 2 kleine Polster zu sehen. Diese Vorrichtungen erlauben es dem Fahrer, sich in schnellen Kurven mit dem Helm an den Cockpitrand anzulehnen. Laut den Prognosen der Formel-1-Teams ist mit über 5 G Querbeschleunigung zu rechnen. Die Nackenmuskulatur der Fahrer muss also größeren Kräften widerstehen.

Die Motorhaube weist an ihrer Kante eine ähnlich große Finne auf wie vergangenes Jahr. An ihrem Ende befindet sich eine zentrale Heckflügel-Halterung, die um den Auspuff geschlungen ist. Dort werden jedoch sicher bereits bei den Testfahrten andere Vorrichtungen eingesetzt.

 

Williams FW40
Williams FW40

Foto: Williams

Die Heckflügel-Endplatten sind ähnlich gebogen wie bei dem Testauto, das Ferrari im vergangenen Jahr für die Probefahrten mit den neuen Pirelli-Reifen eingesetzt hat.

Das Hauptprofil des Heckflügels ist leicht nach unten gewölbt, die hintere Kante weist auf der Höhe des DRS-Ansatzes einen kleinen V-Einschnitt auf. Doch auch hier wird es bis zum Auftakt der Formel-1-Saison 2017 bestimmt noch Änderungen geben.

An der Hinterradaufhängung setzt Williams weiter auf Zugstreben. Der Diffusor wurde den neuen Regeln entsprechend vergrößert.

Kurzum: Der Williams FW40 ist ein solide gebautes Fahrzeug, bietet (bisher) aber keine Überraschungen.

Mit unserem Slider können Sie selbst einen Vergleich zwischen dem Williams FW38 von 2016 und dem Williams FW40 für 2017 anstellen.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Event Präsentation: Williams FW40
Teams Williams
Autor Giorgio Piola