Analyse: McLaren auf der Suche nach dem Erfolgsrezept

Auch wenn McLaren die Podiumsplätze und Siege noch fehlen, hat das Team große Schritte in der Entwicklung gemacht und den Abstand zur Konkurrenz verkürzt.

Ein Großteil der Arbeit hat Renndirektor Eric Boullier geleistet, der Anfang 2014 von Lotus nach McLaren wechselte. Seine Aufgabe besteht darin, das Team wieder an die Spitze zu bringen.

 Obwohl sein Vorhaben noch nicht erfüllt ist, hat er einige Schlüsselaspekte für eine erfolgreiche Zukunft ausgearbeitet, die das Team in der Vergangenheit gemeistert hat.

Führungskraft im Team

"Ein Schlüssel war es, eine starke Führung im Team aufzubauen", sagte Boullier gegenüber Motorsport.com.

 "McLaren ist eine Top-Organisation mit vielen brillanten Mitarbeitern. Die waren in der Vergangenheit vielleicht zu sehr auf die Technik fokussiert und nicht genügend auf das Renngeschehen. Es fehlte an einer Führungskraft im Rennbetrieb."

Bildergalerie: Das McLaren-Formel-1-Fahrzeug 2016

"Die alte Struktur hat in der Vergangenheit funktioniert, deshalb kritisiere ich niemanden. Jedoch glaube ich, die Regeländerungen seit 2009 haben dafür gesorgt, dass eine konstante Entwicklung einer radikalen vorgezogen wird."

"Wir kennen den Ruf von McLaren, aus einem schlechten ein gutes Auto zu machen. Diese Tage sind aber aufgrund der Restriktionen im Regelwerk vorbei."

"Das ist das Erste, das wir nach meinem Eintritt und nach Absprache mit Pete Prodromou, geändert haben. Wir haben eine Sieg-Philosophie definiert und die alte ersetzt."

Kommunikation ist ein weiterer Schlüssel

Boullier sah zudem in der Verbesserung der Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens einen wichtigen Schritt für die Zukunft.

Dabei sei es vor allem darum gegangen, die Kommunikation zwischen dem Werk und dem Formel-1-Team zu verbessern.

"Es war wichtig, Schlüsselfiguren einzustellen und diese mit den richtigen Aufgaben zu vertrauen. Wir haben das alte System verabschiedet und eine neues, einfacheres eingeführt, dessen Hauptmerkmal die Kommunikation ist."

"Wir haben innerhalb der Organisation eine neue Balance geschaffen. Die Kommunikation wurde gestärkt, damit allen klar ist, was von ihnen gebraucht wird."

Das „neue“ McLaren ist bereit

"Das 'neue' McLaren besitzt eine Atmosphäre und Ethik, die einzigartig ist. Alles sind zwar frustriert, dass die Ergebnisse fehlen, aber die Welt sieht unsere Entwicklung."

"Wir machen einen besseren Job als andere und das ist, was ich den Menschen von McLaren geben kann."

Bildergalerie: McLaren-Pilot Fernando Alsonso in Spa

"In den nächsten Monaten wird es noch einige Neuzugänge im Team geben. Sie sind die letzten wichtigen Pfeiler für unsere Organisation, aber wir wollen den aktuellen Schwung nicht verlieren."

Der Abstand wird kleiner

Auf die Frage, ob Honda den Abstand zu Ferrari aufholen kann, antwortete Boullier: "Ja das können sie."

"Es steht noch Arbeit für das Jahr 2017 an. Ich denke, es gibt bestimmte Technik aus dem Jahr 2016, die wir für den Motor im kommenden Jahr nutzen können. Das wird uns ermöglichen, aufzuholen." 

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