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Andreas Seidl: Boxenfunk-Verbot wäre der falsche Weg

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Andreas Seidl: Boxenfunk-Verbot wäre der falsche Weg
Autor:
Co-Autor: Luke Smith

McLaren-Teamchef Andreas Seidl erklärt, warum er den Boxenfunk zwischen Garage und Pilot nicht abschaffen würde - Helmut Marko ist anderer Meinung

Der Boxenfunk der Formel 1 steht regelmäßig in der Kritik. Die modernen Piloten gelten als "ferngesteuert" von der Boxenmauer. Ein Verbot steht deshalb immer wieder zur Debatte. McLaren-Teamchef Andreas Seidl kann diesem Vorschlag allerdings nichts abgewinnen.

"Den Funkverkehr von der Box zum Piloten abschaffen", das fordert Helmut Marko im 'Spiegel'-Interview vor dem Grand Prix von Belgien. Er kritisiert, dass nicht der Fahrer sondern die Mannschaften im Hintergrund die Entscheidungen treffen. Dadurch würde der "Faktor Zufall" wegfallen.

"Wir sind in der Formel 1 viel näher dran am autonomen Fahren, als alle Versuche von Google oder den Autowerken bewirken. Alles wird von Ingenieuren bestimmt: wann der Reifen gewechselt werden muss, wie viel Leistung der Motor produzieren darf, ohne zu überhitzen ...", kritisiert der Red-Bull-Motorsportkonsulent.

Ähnlich auch die Ansicht von MotoGP-Ersatzfahrer Stefan Bradl. Auch der Deutsche wünscht sich mehr Eigenverantwortung und weniger Fernsteuerung. "In der MotoGP haben die Fahrer deutlich mehr Entscheidungskraft und können sich den Sieg mehr anheften als in der Formel 1", sagt Bradl.

McLaren-Teamchef Andreas Seidl kann der Idee eines Boxenfunk-Verbots nichts abgewinnen. "Ein Grund, warum ich die Formel 1 liebe, ist die Komplexität dieses Sports. Die Autos, die aktuell fahren, sind die schnellsten auf dem Planeten, gleichzeitig aber auch hochtechnologisch."

Seidl kann zwar den Wunsch nach mehr Eigenständigkeit für die Fahrer nachvollziehen, indem er sagt: "Es ist klar, dass es diese Helden im Sport braucht, die diese Fahrer sicherlich sind, um die Autos zu fahren." Gleichzeitig hält er aber mit einem anderen Argument dagegen.

"Die Formel 1 ist aber auch ein Teamsport, das verlangt Zusammenarbeit zwischen den Ingenieuren in der Garage und auf der Boxenmauer, und eben den Fahrern." Seidl erinnert sich an die letzte Runde im Österreich-Rennen, als Lando Norris am Teamfunk Anweisungen erhielt. Jene Szenen wurden später scharf kritisiert.

Doch der Deutsche verteidigt diese Art der Kommunikation via Boxenfunk: "Ehrlich gesagt fand ich das sehr faszinierend zu verfolgen. Für mich ist das einfach Teil der Formel 1." Den Vorwurf, dass ein Fahrer nicht mehr selbstbestimmt handeln könne, lässt er ebenso wenig gelten.

"Auch in diesem Bereich macht ein Fahrer den Unterschied aus, weil die Toppiloten die Kapazität haben, um Funknachrichten besser zu verarbeiten und dabei nichts an Performance einbüßen." Aus seiner Erfahrung im Langstrecken-Bereich berichtet Seidl: "Ich habe viele Fahrer gesehen, die den Speed haben."

Doch: "Sobald eine extra Belastung dazukam, was bei diesen komplexen Autos unvermeidbar ist, wurden sie langsamer. Es ist also eine Qualität eines Piloten, die Nachrichten verarbeiten zu können. Das ist eine Charakteristik eines Toppiloten."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Formel 1
Autor Maria Reyer