Anordnung von Masi: Warum es im Quali am Boxenausgang gestaut hat

Renndirektor Michael Masi bestätigt, dass es sein Vorschlag war, die Fahrer an der Boxenausfahrt von Zandvoort warten zu lassen, um im Qualifying Lücken zu schaffen

Anordnung von Masi: Warum es im Quali am Boxenausgang gestaut hat

Am vergangenen Formel-1-Wochenende in Zandvoort war im Qualifying zu beobachten, wie die Fahrer in der engen Boxenausfahrt warteten, bevor sie ihre Runden drehten. Das führte zuweilen zu Frustration bei jenen, die weiter hinten in der Schlange standen und unbedingt losfahren wollten.

In einigen Fällen schafften es die Fahrer nicht rechtzeitig, ihre letzte Runde zu absolvieren, oder sie konnten ihre Reifen nicht wie geplant aufwärmen. Sebastian Vettel qualifizierte sich nur als 17., nachdem er in Q1 vom Verkehr aufgehalten wurde.

Das Entstehen von Lücken ist in den vergangenen Jahren immer wieder zum Problem geworden. Dem versucht Formel-1-Rennleiter Michael Masi entgegenzuwirken, indem er für jede einzelne Rennstrecke andere Maßgaben vorschlägt.

Masi: "Das liegt an der Beschaffenheit der Strecke"

In Aserbaidschan wurden die Fahrer zum Beispiel angewiesen, sich weit vor dem Ende der Runde zurückzuziehen und nicht in den schnellen Kurven, die zum Start-/Zielbereich führen. Die enge Runde in Zandvoort bedeutete wiederum, dass Masi die Fahrer aufforderte, eine Lücke zu schaffen, bevor sie auf die Strecke gingen.

"Einige Teams haben mit mir darüber gesprochen", erklärt der Australier. "Und wegen der Beschaffenheit der Strecke habe ich gesagt, dass es mir lieber wäre, wenn sie ihre Lücken in der Boxenausfahrt schaffen würden statt auf der Strecke."

"Ich glaube, das hat jeder akzeptiert, und alle haben genau dasselbe getan. Das liegt einfach an der Beschaffenheit der Strecke. Ich glaube, sie haben diese Botschaft alle gut verstanden."

Drohen Chaos & Strafen in Monza? Masi plant voraus

Der nächste Formel-1-Austragungsort in Monza war in den vergangenen Jahren wiederholt Schauplatz von Kontroversen mit Fahrern, die bewusst zurücksetzten und versuchten, sich so in Position zu bringen, um einen Windschatten zu bekommen.

2019 fuhren die Piloten an der Spitze so langsam, dass die meisten der Q3-Teilnehmer keine letzte Runde fahren konnten. Im vergangenen Jahr wurden die Fahrer verwarnt, nicht unnötig langsam zu fahren. "Das sind ganz andere Umstände und wir werden uns mit Monza gesondert beschäftigen", kündigt Masi an.

"Außerdem ist es natürlich ein Sprint-Qualifying am nächsten Wochenende. Danach werden wir uns jede einzelne Veranstaltung auf der Grundlage der Streckencharakteristik ansehen."

Vor diesem Hintergrund wurde auch entschieden, Q2 in Zandvoort nicht neu zu starten, nachdem Nicholas Latifi eine rote Flagge verursacht hatte. Noch 1:38 Minuten auf der Uhr wären für einige Fahrer genug gewesen, um eine letzte Runde zu fahren.

"Damit treffen Sie den Nagel auf den Kopf, es waren nur ein paar", sagt Masi. "Aus Sicht der sportlichen Gerechtigkeit starten wir das Qualifying immer nur dann neu, wenn alle Fahrer aus der Box kommen und ihre fliegenden Runden drehen können."

"Auf manchen Strecken sind es zwei Minuten, zweieinhalb Minuten. Man muss jede Strecke für sich bewerten. Aber wenn man sich anschaut, wie die Leute in der Boxenausfahrt langsamer wurden und jeder versuchte, eine Lücke zu schaffen - es gab keine Möglichkeit, dass alle rauskommen und eine fliegende Runde starten konnten."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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