Anti-Alkohol-Lobby kritisiert Heineken-Deal der Formel 1

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Anti-Alkohol-Lobby kritisiert Heineken-Deal der Formel 1
Jonathan Noble
Autor: Jonathan Noble
14.06.2016, 16:17

Die europäische „Alcohol Policy Alliance“ fordert FIA-Präsident Jean Todt auf, Alkoholwerbung aus der Formel 1 zu verbannen, wie das mit Tabakwerbung bereits geschehen ist.

Nico Rosberg, Mercedes AMG F1 W07 Hybrid
Sieger Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 feiert auf dem Podium
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W07 Hybrid und sein Teamkollege Nico Rosberg, Mercedes AMG F1 W07 Hy
Crash: Felipe Massa, Williams
Sebastian Vettel, Ferrari SF16-H, in Führung nach dem Start
Sebastian Vettel, Ferrari SF16-H, in Führung nach dem Start
Verbremser: Romain Grosjean, Haas F1 Team VF-16
Nico Hülkenberg, Sahara Force India F1 VJM09
Verbremser: Romain Grosjean, Haas F1 Team VF-16
Nico Hülkenberg, Sahara Force India F1 VJM09
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W07 Hybrid und sein Teamkollege Nico Rosberg, Mercedes AMG F1 W07 Hy

Beim Grand Prix von Kanada wurde der neue Sposorendeal mit Bierbrauer Heineken, der für die nächsten sieben Jahre angeblich 250 Millionen wert sein soll, bekanntgegeben. Und es dauerte nicht lange, da regte sich bereits Widerstand.

Mariann Skar, die Generalsekretärin der „European Alcohol Policy Alliance“ hat einen Brief an FIA-Präsident Jean Todt geschickt, den Deal rückgängig zu machen. Alkoholwerbung würde wohl kaum mit den Anstrengungen der FIA übereinstimmen, die Zahl der Verkehrstoten auf öffentlichen Straßen zu reduzieren.

„Die Formel 1 sollte sich fragen, ob sie ein Motorsport- oder ein Alkoholmarken-Event sein will“, schrieb Skater.

„Beim Grand Prix von Monaco haben wir elf Hinweise auf Alkoholmarken pro Minute festgestellt, was einem Hinweis alle fünf Sekunden entspricht. Wie wird das werden, wenn Heineken zusätzlich zu den anderen als Hauptsponsor dazukommt?“

„Wenn sowohl der Sport als auch Getränkehersteller verantwortlich handeln wollen, sollten sie den Deal rückgängig machen und von Alkohol-Sponsoren in der Formel 1 absehen.“

Man solle Alkohol und Autofahren gar nicht in Verbindung bringen. „Daher ist es besorgniserregend, dass die Alkoholwerbung die Formel 1 dominiert und einen populären Motorsport mit dem Nummer-1-Killer auf unseren Straßen, betrunken fahren, in Verbindung bringt.“

 

Alkohol-Marketing habe einen starken Einfluss auf die Gesellschaft, vor allem auf junge Menschen, heißt es weiter. „Die Werbung für Alkohol bei großen Sportereignissen verstärkt die positive Einstellung der Gesellschaft zu Alkohol.“

Abschließend weist Skar noch darauf hin, dass Tabakwerbung vor zehn Jahren auch bereits aus der Königsklasse verbannt wurde und mit Alkoholwerbung nun ebenso verfahren werden sollte.

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