Antonio Giovinazzi gibt zu: Qualifying schon immer eine Schwäche

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Antonio Giovinazzi gibt zu: Qualifying schon immer eine Schwäche
Autor:
Co-Autor: James Roberts
28.03.2019, 21:24

Alfa-Romeo-Pilot Antonio Giovinazzi erklärt, warum das Qualifying seine größte Schwachstelle ist und was ihn seit 2017 bei Ferrari reifen ließ

Antonio Giovinazzi beendete sein erstes Formel-1-Rennen mit Alfa Romeo auf Position 15. Der Italiener war nach dem Rennen nicht zufrieden mit seiner Leistung, die außerdem durch einen beschädigten Boliden beeinträchtigt wurde. Sein Ziel, in die Punkte zu fahren, hat der Italiener klar verpasst. Daher lauert er in Bahrain auf seine nächste Chance. Dort will er vor allem am Qualifying arbeiten.

"Unterm Strich war es ein positives Wochenende. Kimi hat Punkte für das Team gesammelt", kann er dann doch noch etwas Positives aus dem Australien-Rennen mitnehmen, Teamkollege Kimi Räikkönen landete auf Position acht. "Mein Ziel war, ebenfalls in die Punkte zu fahren. Das ist mir nicht gelungen. Aber unterm Strich war es ein gutes Wochenende."

Die Misere begann für Giovinazzi bereits im Qualifying. Fuhr er in Q1 noch die viertschnellste Zeit (0,4 Sekunden hinter Charles Leclerc), gelang ihm in Q2 keine saubere Runde. Er war sogar um drei Zehntelsekunden langsamer als im ersten Abschnitt. Damit schied er auf der 14. Position liegend aus. Im Rennen setzte sich der negative Lauf fort. Wie der Italiener nun verriet, sorgten Trümmerteile von Daniel Ricciardos Renault für Beschädigungen an seinem C38.

"Eine Zehntelsekunde macht zwei, drei Positionen aus"

"Das Rennen war schwierig, weil ich nach 20 Metern von Teilen von Ricciardos Auto getroffen wurde", bestätigt der Italiener. Zunächst hatte er behauptet, er sei mit einem McLaren kollidiert. Danach war das Auto beschädigt und Giovinazzi schleppte sich auf Rang 15 ins Ziel. "Jetzt liegt Melbourne hinter uns und ich freue mich auf dieses Rennen. Die Strecke kenne ich ein bisschen. 2017 hatte ich hier einen Rookie-Test mit Ferrari."

Auf dem Bahrain International Circuit möchte er vor allem am Samstag besser abschneiden. Denn schon seit Karrierebeginn zählte das Zeittraining nicht gerade zu seinen Lieblingsdisziplinen. "Das Qualifying war schon in den Nachwuchsformeln eine meiner Schwächen. In der Formel 1 ist es noch schwieriger. Das Mittelfeld liegt so dicht beisammen, da macht eine Zehntelsekunde gleich zwei, drei Positionen aus."

Daher werde er sich vor allem auf das Qualifying konzentrieren und die Lehren aus Melbourne umzusetzen. versuchen Er weiß bereits, wo er ansetzen muss: "Mein Fehler war, dass ich den Verkehr auf der Out-Lap nicht gut gemanagt habe. Das hat meine letzte schnelle Runde beeinträchtigt. Da brauche ich noch mehr Erfahrung." Während Teamkollege Räikkönen eine 1:22.349 Minuten schaffte, fuhr Giovinazzi in Q2 nur 1:22.714 Minuten. Mit seiner Q1-Zeit (1:22.431 Minuten) wäre er hingegen bis ins Q3 weitergekommen.

"Bin ein besserer Fahrer als 2017"

Giovinazzi kann mit dem Rennen in Australien auf insgesamt drei Grands Prix an Erfahrung zurückgreifen - er sprang 2017 bei Sauber für Pascal Wehrlein ein. Während er beim Saisonauftakt noch mit Rang zwölf überzeugen konnte, schmiss er im China-Rennen den Sauber auf Start-Ziel in die Mauer. Heute kann er sagen: "Ich bin ein besserer Fahrer als 2017. Ich bin die zwei Jahre nicht tatenlos im Paddock gesessen, sondern ich habe versucht, an allen Meetings von Ferrari teilzunehmen."

In Maranello hat er das Team im Simulator unterstützt. "Ich bin auch ein paar Rookie- und Pirelli-Tests gefahren. Ich habe viel gearbeitet", zählt er auf. "Das waren zwei produktive Jahre. Ich bin mir sicher, dass ich ein besserer Fahrer bin als 2017", ist der 25-Jährige überzeugt.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Autor Maria Reyer
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