"Bad Boy" des Motorsports: Williams holt Daniel Ticktum an Bord

Williams hat Daniel Ticktum für sein Nachwuchsprogramm verpflichtet: Der ehemalige Red-Bull-Junior schrieb in seiner Karriere nicht nur sportliche Schlagzeilen

"Bad Boy" des Motorsports: Williams holt Daniel Ticktum an Bord

Williams hat Formel-2-Pilot Daniel Ticktum als Entwicklungsfahrer verpflichtet und den Briten auch in sein Nachwuchsprogramm aufgenommen. Ticktum war erst in dieser Saison aus dem Red-Bull-Kader entlassen worden, dem er zuvor angehörte. In seiner Rolle hatte er 2019 bereits Testfahrten für Red Bull absolvieren dürfen.

Bei Williams soll der 20-Jährige vor allem die Entwicklung des Autos im Simulator vorantreiben. Zudem soll er bei zwei Grands Prix die Arbeit an einem Rennwochenende hautnah bei Ingenieuren und im Marketing miterleben.

"Es ist ein Privileg, der Williams-Akademie beizutreten - vor allem mit dem unglaublichen Erbe von Williams in unserem Sport", sagt Ticktum. "Die Zeit im Simulator und die Erfahrung bei der Arbeit mit dem Team wird für meine Entwicklung wertvoll sein. Voll in die Arbeit eingebunden zu werden, ist für mich eine fantastische Möglichkeit."

Mick Schumacher, Daniel Ticktum

Der Brite war 2018 lange Zeit der größte Rivale von Mick Schumacher

Foto: ITR

Ticktum feierte seine größten Erfolge beim Formel-3-Weltcup in Macau, den er 2017 und 2018 zweimal in Folge gewinnen konnte. 2018 war er zudem der größte Rivale von Mick Schumacher im Titelkampf der Formel-3-Europameisterschaft. In der japanischen Super Formula konnte er in dieser Saison jedoch nicht überzeugen, sodass er von Red Bull vor die Tür gesetzt wurde.

Allerdings sollen die sportlichen Erfolge nicht alleine den Ausschlag gegeben haben. Auch charakterliche Defizite sollen zu seinem Aus geführt haben. Ticktum schrieb bereits vor seiner Red-Bull-Zeit Schlagzeilen, als er für zwei Jahre aus dem Motorsport verbannt wurde, weil er einen Kontrahenten hinter dem Safety-Car absichtlich von der Strecke rammte und dafür mehrere Autos überholt hatte.

2020 startet er für DAMS in der Formel 2 und wird dort auch das Logo der Williams-Akademie auf dem Auto tragen.

Mit Bildmaterial von Williams Racing.

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