Bestes Teamergebnis des Jahres: AlphaTauri mit starkem Saisonabschluss

22 Punkte in einem Rennen - so viele holte AlphaTauri in der Saison 2021 zuvor nicht, entsprechend zufrieden fällt das Fazit nach den Rennen in Abu Dhabi aus

Bestes Teamergebnis des Jahres: AlphaTauri mit starkem Saisonabschluss

Das Beste kommt zum Schluss: Das AlphaTauri-Team hat beim Saisonfinale der Formel 1 in Abu Dhabi das beste Teamergebnis des Jahres eingefahren. Auch für Yuki Tsunoda war es ein Abschluss nach Maß, der Japaner erzielte mit Rang vier ebenfalls sein bislang bestes Ergebnis in der Königsklasse. Teamkollege Pierre Gasly wurde Fünfter, macht zusammen 22 Punkte. Dennoch reichte es nicht mehr, um Alpine in der Konstrukteurs-WM noch einzuholen.

"Es war ziemlich gut, ich bin wirklich glücklich", sagt Tsunoda dennoch. Der 21-Jährige konnte seine starke Form des Wochenendes auch im Rennen bestätigen und konnte seinen Medium-Reifen im ersten Stint perfekt ausnutzen. Denn dieser stellte sich als richtige Wahl heraus, um dann im zweiten Stint mit den dann im Vergleich zur Konkurrenz frischeren harten Reifen nach vorne zu kommen.

Somit lag Tsunoda zu Beginn der Safety-Car-Phase kurz vor Schluss auf Rang sechs, als das Team ihn und auch Teamkollege Pierre Gasly noch einmal an die Box holte. Beide bekamen noch einmal weiche Reifen für den Restart, mit denen sowohl Tsunoda als auch Gasly noch an Valtteri Bottas vorbeikamen. Da Sergio Perez zuvor aufgeben musste, machten beide sogar jeweils zwei Plätze gut.

VSC spielt Gasly in die Karten

Aber wie kam Gasly überhaut so weit nach vorne? Das Qualifying hatte der Franzose nicht hinbekommen und war in bereits ausgeschieden. Also entschied sich AlphaTauri beim Franzosen, das Rennen auf den harten Reifen zu starten. Eine Strategie, die sich auszahlte - auch, weil Gasly seinen ersten Boxenstopp während einer virtuellen Safety-Car-Phase durchführen konnte.

"Ich könnte nicht glücklicher sein, als so aufgeholt zu haben. Wir haben jede Gelegenheit genutzt und verschiedene Strategien ausprobiert", sagt Gasly erleichtert. Durch den Overcut im ersten Stint und den günstigen Zeitpunkt des Stopps hatte er drei Positionen aufgeholt, nach dem Stopp schnappte er sich dann auch Fernando Alonso, an dem er sich zuvor die Zähne ausgebissen hatte.

Dennoch zog AlphaTauri in der Konstrukteurs-WM den Kürzeren gegen Alpine, 13 Punkte fehlten am Ende auf die Franzosen und Platz fünf. "Es ist immer schwierig, nach 22 Rennen einen solchen Abstand zu sehen, aber insgesamt ist das, was wir als Team erreicht haben, unglaublich, wenn wir uns all die vorherigen Jahre von AlphaTauri und Toro Rosso ansehen", bilanziert Gasly.

Gasly scherzt: Warum gibt es keine Streichergebnisse?

Ein wenig trauert er der verpassten Chance aber dennoch nach, zumal die Konstanz eigentlich für die Italiener gesprochen habe. "Es ist schade, dass wir nicht einfach das beste und schlechteste Ergebnis des Jahres streichen", scherzt er, um dann ernsthaft hinzuzufügen: "Nein, sie haben einen guten Job gemacht. Ich glaube, dass wir sehr gut abgeschnitten haben und auf Platz fünf hätten landen können, aber das ist nicht passiert."

Schon in der vergangenen Woche hatte Gasly seinen persönlichen Punkterekord für eine Saison aufgestellt, mit 110 Punkten schließt er das Jahr nun ab. "110 Punkte kommen bei AlphaTauri nicht oft vor", weiß der 25-Jährige: "Ich habe diese Saison sehr genossen, ich weiß, dass das nächste Jahr ganz anders sein könnte."

Ein positives Fazit der Saison insgesamt zog auch Teamchef Franz Tost. "Wir beenden die Saison mit 142 Punkten, das ist die höchste Punktzahl, die wir je in der Geschichte des Teams erreicht haben, und nur 13 Punkte hinter Alpine", stellt er klar.

Das Team habe "in allen Bereichen einen großen Schritt nach vorne gemacht, und ich freue mich jetzt schon auf das nächste Jahr mit einem hoffentlich konkurrenzfähigen neuen Auto, mit dem wir um starke Positionen kämpfen können", führt Tost aus.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Ralf Schumacher kritisiert Masi und FIA: "Verlierer des Jahres"
Vorheriger Artikel

Ralf Schumacher kritisiert Masi und FIA: "Verlierer des Jahres"

Nächster Artikel

Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat: Toto Wolff

Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat: Toto Wolff
Kommentare laden