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Bittere Monaco-Niederlage: Droht Valtteri Bottas ein Einbruch wie 2018?

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Bittere Monaco-Niederlage: Droht Valtteri Bottas ein Einbruch wie 2018?
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble
01.06.2019, 11:06

Valtteri Bottas liegt in der Weltmeisterschaft noch dicht hinter Lewis Hamilton, in den vergangenen Rennen gab es für den Finnen aber einige kleine Rückschläge

Obwohl Valtteri Bottas auf dem Papier einen starken Start in die Formel-1-Saison 2019 hinlegte, haben viele Beobachter den Eindruck, dass der Finne nicht das Maximum aus seinen Möglichkeiten herausgeholt hat. So stand er in den vergangenen vier Rennen zum Beispiel dreimal auf der Pole-Position, konnte aber lediglich in Baku gewinnen. In Schanghai und Barcelona verlor er jeweils den Start gegen Lewis Hamilton.

Und auch zuletzt in Monaco wäre für Bottas wohl mehr als der dritte Platz drin gewesen. "Das ganze Rennen fühlte sich wie eine Sonntagsfahrt durch Monaco an", zuckt der Finne die Schultern. Er erklärt, dass er eigentlich eine viel bessere Pace gehabt habe. Doch nach den Boxenstopps steckte er im Verkehr hinter Hamilton, Max Verstappen und Sebastian Vettel fest.

"Es war etwas schade, aber so ist es manchmal", weiß Bottas. Trotzdem drängt sich bei einigen die Frage auf, ob diese Kleinigkeiten irgendwann am Selbstvertrauen von Bottas nagen werden. Denn auch 2018 startete Bottas gar nicht so schlecht in die Saison und hätte damals in Baku sogar die WM-Führung übernehmen können, wenn er nicht kurz vor Schluss einen Reifenschaden gehabt hätte.

Anschließend rutschte der Finne in eine Negativspirale und konnte im ganzen Jahr kein Rennen gewinnen. Mercedes-Teamchef Toto Wolff glaubt nicht, dass sich dieses Szenario nach den jüngsten Rückschlägen wiederholen wird. "Valtteri wird 2019 stärker daraus hervorgehen", erklärt er und ergänzt: "Ich finde, er hat in den vergangenen Rennen große Widerstandsfähigkeit und Entschlossenheit demonstriert."

So sei sein Speed im Qualifying in Monaco "unfassbar" gewesen. Die Pole-Position verpasste er um lediglich 0,086 Sekunden an Hamilton. "Ich habe keinen Zweifel daran, dass es ihn unglaublich nervt, und dass er in Montreal sehr, sehr stark zurückkommen wird", prophezeit Wolff. Ohnehin steht Bottas nach den ersten sechs Saisonrennen deutlich besser da als im Vorjahr.

Der Finne konnte zwei Siege holten, landete in allen Rennen auf dem Podium und liegt in der WM nur 17 Zähler hinter Hamilton. Im Vorjahr war die Weltmeisterschaft für ihn zu diesem Zeitpunkt quasi schon gelaufen, da lag er nach Monaco bereits 42 Zähler hinter seinem Teamkollegen. Sein Problem: Der Trend spricht aktuell klar für Hamilton, der vier der vergangenen fünf Rennen gewinnen konnte.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Autor Ruben Zimmermann