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Bloß kein Absturz wie 2018: McLaren will sich in allen Bereichen verbessern

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Bloß kein Absturz wie 2018: McLaren will sich in allen Bereichen verbessern
Autor:
Co-Autor: Valentin Chorunschi
03.05.2019, 13:32

McLaren hat sich seine Schwächen angeschaut und will diese langsam und ruhig angehen - Wo man ab Barcelona stehen wird, ist für das Team ein Rätsel

Mit 18 Punkten liegt McLaren nach vier Saisonrennen auf dem vierten Gesamtrang. Was wie eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr klingt, ist aber in Wahrheit keine: Denn zum gleichen Zeitpunkt in der Vorsaison hatte McLaren bereits doppelt so viele Punkte auf dem Konto. Dementsprechend bleibt das Team trotz der ersten doppelten Top-10-Ankunft seit Baku 2018 mit den Füßen auf dem Boden.

"Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns", betont Sportdirektor Gil de Ferran. McLaren habe seit dem Vorjahr akribisch probiert, jede Schwäche zu identifizieren und jeden Aspekt "langsam und in Ruhe" zu verbessern. "Wir müssen eins nach dem anderen machen", so de Ferran.

Der siebte und der achte Platz von Baku ist für McLaren Balsam auf die Seele. In China waren beide Piloten noch nach einer Kollision in der Startrunde weit zurückgeworfen worden, doch in Aserbaidschan konnte man zurückschlagen. "Das schmeckt echt süß. In China hatten wir Pech, und nun so zurückzuschlagen, ist schon gut", meint der Sportchef.

Barcelona: Keine Ahnung vom Kräfteverhältnis

Wie es für McLaren jetzt weitergeht, bleibt abzuwarten. 2018 konnte man an den großartigen Saisonstart nicht anknüpfen: In den weiteren 17 Rennen holte man weniger Zähler als in den ersten vier zusammen - nämlich nur noch 26. Ein solcher Rückfall soll 2019 nicht passieren.

Allerdings bietet das kommende Rennen in Barcelona die große Chance zur Durchmischung des Feldes. "Viele Leute bringen etwas, und das können wir nicht kontrollieren", sagt de Ferran. Zum Europaauftakt bringen die Rennställe traditionell das erste große Update-Paket der neuen Saison, was für deutliche Veränderungen im Kräfteverhältnis sorgen kann.

"Wir können nur kontrollieren, was wir machen", fügt der McLaren-Verantwortliche an. "Positiv ist, dass wir die Stärken und Schwächen des Autos verstehen und fokussiert darauf sind, die gefunden Schwächen zu verbessern. Wo wir ab Barcelona stehen werden: keine Ahnung!"

Lob für die Fahrer

Kein Problem herrsche bei McLaren auf der Fahrerseite. Mit Rookie Lando Norris und Carlos Sainz hat der Rennstall in dieser Saison zwei neue Piloten verpflichtet, die jedoch gute Leistungen zeigen: "Lando leistet hervorragende Arbeit, und Carlos genauso", sagt de Ferran. "Beide sind schnell und beide arbeiten sehr gut mit dem Team und untereinander. Das Verhältnis ist gut - darauf müssen wir aufbauen."

 

Vor allem Sainz ist froh, dass er nach einem schwierigen Auftakt in Baku endlich punkten konnte. Der Spanier war zuvor in Australien und Bahrain technisch bedingt ausgefallen und in China in die Startkollision verwickelt. "Das ist echt eine Erleichterung", sagt er. "Wir hatten keine Probleme und konnten endlich zeigen, zu was wir in der Lage sind."

Das reicht Sainz aber noch nicht: "Wir wissen, dass unser Auto in jedem Bereich verbessert werden muss", unterstreicht er. Sein Ziel sind die führenden Fahrzeuge - und auf die hat McLaren noch einen beträchtlichen Rückstand. "Wenn man eine Sekunde Rückstand hat, muss man es weiterhin perfektionieren", so Sainz.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Autor Norman Fischer