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Bottas über Hinterherfahren: Mercedes anfälliger als andere Autos

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Bottas über Hinterherfahren: Mercedes anfälliger als andere Autos
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper
24.04.2019, 10:01

Mercedes-Pilot Valtteri Bottas glaubt, dass der Mercedes W10 beim Hinterherfahren anfälliger ist in der verwirbelten Luft als andere Boliden

Valtteri Bottas ist der Ansicht, dass die Regeländerungen an der Aerodynamik für die Saison 2019 ihre Wirkung nicht verfehlen. Das Folgen anderer Autos sei einfacher geworden, meldet der Finne. Dennoch stelle der Verlust von Abtrieb ein Problem dar.

Nachdem Bottas auf drei sehr unterschiedlichen Rennstrecken gefahren ist, traut er sich ein erstes Fazit zu den Reglementänderungen zu: "Ich denke, es ist ein wenig besser", meint er. "Es ist gut, dass sich das Auto nicht eigenartig verhält, wenn man anderen Autos folgt."

Generell verliere man als Verfolger dennoch weiterhin viel Abtrieb. Auch noch drei, vier Sekunden hinter dem Vordermann spüre man die verwirbelte Luft. Der Fahrer gerät ins Rutschen und überhitzt die Reifen.

Daher haben die Fahrer an der Spitze laut Bottas weiterhin einen Vorteil: "Wer auch immer führt, kann das ein wenig kontrollieren." Dennoch hält er auch fest: "Im Vorjahr konnte man die Turbulenzen noch ein wenig mehr spüren."

"Es ist ein bisschen stabiler, aber man verliert viel Grip und Abtrieb. Nun fahren wir Autos mit mehr Abtrieb als im Vorjahr, dennoch bringst du die Flügel in der verwirbelten Luft nicht zum Arbeiten." Infolgedessen verliere der Jäger viel Grip.

Der Mercedes W10 ist mit besonders viel Abtrieb ausgestattet, daher denkt Bottas, dass er mehr leidet als seine Konkurrenten. "Ich fahre die anderen Autos nicht, daher weiß ich nicht, wie sich diese anfühlen, aber es scheint so, als hätten wir ein starkes Abtriebslevel." Ein Zeichen dafür: In den Kurven in China war der Silberpfeil besonders stark.

Je mehr Abtrieb ein Auto erzeugt, desto mehr verliert es auch, rechnet Bottas vor. "Am Ende ist die Bestrafung der Rundenzeit größer", meint der Zweite von Bahrain und China. In Aserbaidschan ist er wild entschlossen, den Spieß wieder umzudrehen.

Im Vorjahr verpasste er den Sieg nur aufgrund eines späten Reifenschadens. "Das ist ein Sport, in dem es nur um Details geht." Es sei eben noch früh in der Saison, beschwichtigt er. "Ich bin nur wenige Punkte hinten in der WM."

Bottas liegt mit 62 Zählern sechs Punkte hinter Teamkollegen Lewis Hamilton. "Natürlich würde es mir besser gefallen, wenn ich immer noch vorn liegen würde. Wenn ich weiterhin gut abliefere, kann ich es wieder drehen. Das ist das Ziel für Baku."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Autor Maria Reyer