Bottas wieder vorne: Hamilton bekommt Probleme zu spät in den Griff

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Bottas wieder vorne: Hamilton bekommt Probleme zu spät in den Griff
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13.04.2019, 09:01

Valtteri Bottas konnte in China wieder die Oberhand über Teamkollege Lewis Hamilton gewinnen: Der Brite hatte mit dem Auto zu kämpfen, robbte sich aber ran

Valtteri Bottas zeigt sich 2019 weiter in starker Form. Dem Sieg von Australien lässt der Finne nun im Qualifying von China die erste Pole-Position des Jahres folgen. Im 1.000 Rennen der Formel-1-Geschichte war Bottas nicht zu bezwingen und sicherte sich Startplatz 1 vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton Formel 1 2019 live im Ticker.

"Es war bisher ein gutes Wochenende. Ich mein, ich starte von der Pole", lacht Bottas. Er schien das ganze Wochenende über besser mit dem Mercedes zurechtzukommen und sah bis zu Q3 wie der sichere Pole-Kandidat aus. "Er hat es sich verdient", lobt Motorsportchef Toto Wolff. Doch die große Wiederauferstehung sei für ihn Hamilton gewesen, der mit Rang zwei die silberne erste Reihe absicherte.

Hamilton war eigentlich das ganze Wochenende deutlich langsamer als Bottas. "Ich hatte mit dem Auto zu kämpfen", gibt der Brite zu. Doch Stück für Stück konnte sich der Weltmeister rankämpfen - am Ende fehlten ihm nur 23 Tausendstelsekunden. Nach dem ersten Versuch in Q3 waren es sogar nur sieben Tausendstelsekunden.   

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Hamilton kämpft mit dem Auto

Bottas erklärt das mit Problemen, die richtige Runde hinzubekommen. "Ich habe es nie perfekt geschafft. Irgendetwas war immer", sagt der Finne. "Die Runde war okay, nicht ganz wie ich sie wollte. Es war aber gut genug für Pole."

 

Gleichzeitig konnte sich Hamilton mit seinem Auto besser anfreunden. Er habe vor allem ein Problem mit der Balance gehabt und fand nicht recht in den Rhythmus. "Ich habe während der Session etwas experimentiert", erklärt er. Am Ende konnte er sogar den schnellsten ersten Sektor fahren, wo zuvor immer Bottas deutlich vorne war. "Aber es war ein bisschen zu spät", sagt Hamilton.

Trotzdem freut er sich, dass er so nah an seinen Teamkollegen kommen konnte und dabei auch die große Konkurrenz von Ferrari im Griff hatte. "So nah dran zu sein, ist fantastisch. Das ist ein tolles Ergebnis für das Team. Wir haben noch etwas Luft nach oben, aber die versuche ich morgen zu holen", so der Brite.

Handicap durch einen Medium weniger?

Etwas gehandicapt ist er dadurch, dass ihm ein frischer Satz Medium-Reifen fehlt, weil er in Q2 einen zweiten Satz davon verwenden musste. Es wird davon ausgegangen, dass dieser Reifen im Rennen deutlich besser ist als der Soft. "Ich glaube, da ist er sicher benachteiligt", meint Teamboss Wolff. "Aber wir mussten den Run nochmal machen, weil er einfach nicht gut genug war."

Das bedeutete auch, dass sich Hamilton vor Q3 nicht noch einmal mit dem Soft-Reifen einüben konnte wie die anderen. "Das war ein Nachteil. Und die theoretische Zeit wäre zwei Zehntelsekunden schneller gewesen ...", so Wolff.

Mit dem Endergebnis ist der Österreicher aber dennoch sehr zufrieden: "Für einen Samstag hätte es nicht besser laufen können", sagt er. Auch das Bottas vor Hamilton sei, sei egal, weil es "keine gute und richtige Reihenfolge" gebe. Er freut sich für Bottas, der nach dem schwierigen Jahr 2018 im Aufwind zu sein scheint.

Hamilton: Bottas war brillant

Auch Hamilton kann seinem Teamkollegen die Pole beim 1.000 Formel-1-Rennen gönnen: "Einen großen Glückwunsch an Valtteri. Er war das ganze Wochenende über brillant", zollt er Respekt.

 

Doch Mercedes weiß, dass die Punkte erst morgen vergeben werden. Man rechnet erneut mit einem engen Kampf gegen Ferrari und Red Bull. "Mich freut, dass es so knapp ist. Das Rennen morgen wird ultraspannend, denn ich glaube, dass fünf Fahrer siegfähig sind", sagt Wolff. "Es gibt einige Fragezeichen", ergänzt Bottas, "aber der heutige Tag ist ermutigend."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Autor Norman Fischer
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