Budgetobergrenze in der F1: Toro Rosso auf Konfrontationskurs mit Ferrari

Im Gegensatz zu Ferrari glaubt man bei Toro Rosso durchaus, dass eine Budgetobergrenze in der Formel 1 funktionieren kann - und muss.

Der designierte neue Formel-1-Besitzer Liberty Media will im Sinne der Kostenkontrolle eine Budgetobergrenze für die Teams einführen. Während man bei Ferrari von dieser Idee alles andere als überzeugt ist, glaubt man bei Toro Rosso sehr wohl daran, dass ein solches Modell funktionieren kann.

"Jedes Team hat, zum Beispiel, ein Budget von 150 Millionen Euro zur Verfügung, alles kontrolliert über die FIA", skizziert Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost gegenüber der Tiroler Tageszeitung seine Vorstellung von einem effizienten Formel-1-Kostenmodell.

Der Österreicher ist überzeugt: "Die Großen schreien zwar, man könnte das nicht kontrollieren, aber das ist Blödsinn. Bei Toro Rosso weiß ich, wie viel jede Schraube kostet. Viele behaupten, Weiterentwicklungen wären nicht zu kontrollieren. Ebenso Blödsinn."

In diesem Zusammenhang nimmt Tost die FIA in die Pflicht: "Wenn sich jemand weigern würde, die Aufwendungen zu zeigen, dann ist die Sache einfach: Die FIA könnte den doppelten Durchschnittspreis der anderen Teams für so ein Teil verrechnen. So schnell könnte man gar nicht schauen, wie die Rechnungen eintrudeln würden."

Wie auch immer der Vorstoß seitens Liberty Media – wenn er denn kommt – aussehen wird. Laut Tost besteht dringender Handlungsbedarf. "Die Kosten müssen reduziert werden. Es kann nicht sein, dass Teams 450 Millionen Euro im Jahr ausgeben", sagt der Toro-Rosso-Teamchef und kommt zum Schluss: "Wir geben in der Formel 1 viel zu viel Geld aus."

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