Budgetobergrenze in der F1: Toro Rosso auf Konfrontationskurs mit Ferrari

geteilte inhalte
kommentare
Budgetobergrenze in der F1: Toro Rosso auf Konfrontationskurs mit Ferrari
Valentin Khorounzhiy
Autor: Valentin Khorounzhiy
23.12.2016, 16:30

Im Gegensatz zu Ferrari glaubt man bei Toro Rosso durchaus, dass eine Budgetobergrenze in der Formel 1 funktionieren kann - und muss.

Pressekonferenz: Sergio Marchionne, Ferrari, Präsident
Daniil Kvyat, Scuderia Toro Rosso STR11 mit Halo-Cockpitschutz
Franz Tost, Scuderia Toro Rosso, Teamchef
Carlos Sainz Jr., Scuderia Toro Rosso STR11
Helme von Carlos Sainz Jr., Scuderia Toro Rosso, und Daniil Kvyat, Scuderia Toro Rosso

Der designierte neue Formel-1-Besitzer Liberty Media will im Sinne der Kostenkontrolle eine Budgetobergrenze für die Teams einführen. Während man bei Ferrari von dieser Idee alles andere als überzeugt ist, glaubt man bei Toro Rosso sehr wohl daran, dass ein solches Modell funktionieren kann.

"Jedes Team hat, zum Beispiel, ein Budget von 150 Millionen Euro zur Verfügung, alles kontrolliert über die FIA", skizziert Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost gegenüber der Tiroler Tageszeitung seine Vorstellung von einem effizienten Formel-1-Kostenmodell.

Der Österreicher ist überzeugt: "Die Großen schreien zwar, man könnte das nicht kontrollieren, aber das ist Blödsinn. Bei Toro Rosso weiß ich, wie viel jede Schraube kostet. Viele behaupten, Weiterentwicklungen wären nicht zu kontrollieren. Ebenso Blödsinn."

In diesem Zusammenhang nimmt Tost die FIA in die Pflicht: "Wenn sich jemand weigern würde, die Aufwendungen zu zeigen, dann ist die Sache einfach: Die FIA könnte den doppelten Durchschnittspreis der anderen Teams für so ein Teil verrechnen. So schnell könnte man gar nicht schauen, wie die Rechnungen eintrudeln würden."

Wie auch immer der Vorstoß seitens Liberty Media – wenn er denn kommt – aussehen wird. Laut Tost besteht dringender Handlungsbedarf. "Die Kosten müssen reduziert werden. Es kann nicht sein, dass Teams 450 Millionen Euro im Jahr ausgeben", sagt der Toro-Rosso-Teamchef und kommt zum Schluss: "Wir geben in der Formel 1 viel zu viel Geld aus."

Nächster Formel 1 Artikel
Fotostrecke: Die 2. Formel-1-Karriere von Michael Schumacher

Previous article

Fotostrecke: Die 2. Formel-1-Karriere von Michael Schumacher

Next article

Topnews 2016 - #8: Sebastian Vettels Funkfluch gegen den FIA-Rennleiter

Topnews 2016 - #8: Sebastian Vettels Funkfluch gegen den FIA-Rennleiter
Kommentare laden

Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Teams Toro Rosso Shop Now
Autor Valentin Khorounzhiy
Artikelsorte News