Button: Hamilton bei McLaren zu schlagen war die Krönung

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Button: Hamilton bei McLaren zu schlagen war die Krönung
03.01.2018, 07:12

Warum bei McLaren von 2010 bis 2012 "richtig Dampf auf dem Kessel" war: Jenson Button spricht über eine seltsame Rivalität und unlösbare Aufgaben im Qualifying.

Ex-Formel-1-Fahrer Jenson Button hat seine acht Rennsiege als Teamkollege Lewis Hamiltons als die wertvollsten seiner Karriere beschrieben. Besonders hoch schätzt er sie aus zwei Gründen ein: Zum einen wegen der fahrerischen Güte Hamiltons, zum anderen wegen der besonderen Rivalität im McLaren-Team. "Unser Verhältnis war interessant", sagt Button im Gespräch mit 'Sky Sports F1' und meint damit eine seltsame Rezeptur aus erbittertem Konkurrenzdenken und einer Einigkeit.

Button fasst zusammen, was die Partnerschaft von 2010 bis 2012 auszeichnete: "Zwei Briten, die für ein britisches Team antraten, beide Weltmeister waren und dazu noch frisch gekrönt – es war eine Menge Druck auf dem Kessel, aber es machte auch richtig Spaß." Hinzu kam, dass Button als Champion von Brawn zu McLaren gewechselt war, wo er auf den Platzhirsch und Zögling des Patrons Ron Dennis stieß. Seiner schwierigen Ausgangslage war er sich allerdings mehr als bewusst.

Button betont: "Ich bin angetreten, um mich der Herausforderung Lewis Hamilton zu stellen." Dass er nicht so schlecht abschnitt, wie es ihm viele Experten im Vorfeld prophezeit hatten, zeigt die Statistik. Von gemeinsamen 58 Grands Prix für McLaren gewann Button acht, Hamilton zehn. In der Fahrer-Gesamtwertung schnitt der Underdog 2011 besser ab und scheiterte 2012 nur wegen zwei WM-Punkten an Hamilton. Insgesamt verbuchte er lediglich 15 Zähler weniger (addiert 687:672).

Dass Hamiltons nach Pole-Positions mit 9:1 die Nase vorne hatte, wundert Button nicht: "Er ist unglaublich schnell – auf einer Runde sogar der Beste, der jemals einen Formel-1-Wagen bewegt hat", lobt er. In den Rennen habe er es aber mit Hamilton aufnehmen können, insbesondere wegen seiner reifenschonenden Fahrweise und seinem taktischen Gespür. "Über die Jahre hat er vieles gewonnen, aber einige Grands Prix, die ich für mich entschieden habe, waren die besten meiner Karriere – weil der Erfolg nur über Lewis führte", so Button.

 

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