Carlos Sainz: Das ist der Grund für den verpatzten Boxenstopp

Carlos Sainz fiel durch einen langsamen Boxenstopp hinter Daniel Ricciardo zurück: Das war das Problem bei Ferrari - McLaren mit am schwierigsten zu überholen

Carlos Sainz: Das ist der Grund für den verpatzten Boxenstopp

Carlos Sainz hätte in Silverstone ein besseres Ergebnis als Platz sechs einfahren können, wenn ihn nicht ein verpatzter Boxenstopp eine Menge Zeit gekostet hätte. 12,3 Sekunden stand der Ferrari-Pilot beim Reifenwechsel in seiner Box, bis er wieder losfahren durfte. Beim linken Vorderreifen ging nämlich etwas schief.

Dort dauerte es recht lange, bis man das neue Rad festziehen konnte. "Das war ein Problem mit dem Schlagschrauber. Es lag an einem Sensor", verrät der Spanier nach dem Rennen. Mehr Details kennt er aber auch noch nicht. "Es war aber kein Fehler eines Mechanikers. Die Mechaniker haben gut auf das Problem reagiert."

Sainz' Problem war dafür, dass er dadurch wieder hinter Daniel Ricciardo fiel, hinter dem er zuvor schon die erste Rennhälfte gesteckt hatte. Als der Australier nach 20 Runden in die Box fuhr, um sich neue Reifen zu holen, hatte Sainz eigentlich eine ausreichend starke Pace für den Overcut. Erst acht Runden später kam er zum Service.

Aufgrund der langen Standzeit kam er allerdings fünf Sekunden hinter dem McLaren wieder auf die Strecke raus. "Und auf dem harten Reifen war es sogar noch schwieriger, ihn zu überholen. Ich hatte das Gefühl, dass der harte Reifen mit der Dirty Air nicht umgehen konnte", sagt er. "Ich hatte noch mehr Untersteuern und konnte in den schnellen Kurven nicht mithalten."

Selbst mit DRS sei er nie nah genug dran gewesen, um einen Überholversuch gegen Ricciardo starten zu können. "Das ist mir leider jetzt schon ein paar Mal passiert, dass ich hinter einen McLaren festgesteckt bin, den ich nicht überholen konnte."

"Es ist nichts Neues, dass sie einen guten Speed auf den Geraden, eine starke Energiefreisetzung und eine starke Leistung am Ausgang von Kurven haben", so Sainz. "Sie sind vermutlich eines der am schwierigsten zu überholenden Autos."

Sainz musste sich hinter den beiden McLaren von Lando Norris und Daniel Ricciardo mit Rang sechs begnügen. Weil jedoch Charles Leclerc Platz zwei einfuhr, konnte Ferrari Boden auf den größten WM-Gegner gutmachen. In der Konstrukteurswertung liegt aktuell McLaren mit 163 Punkten auf Rang drei, Ferrari kommt auf 148.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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