Carlos Sainz: Schlechtes Streckendesign schuld an Diskussionen

Carlos Sainz hält die aktuellen Designs der Strecken mit Asphaltauslauf für ein Problem und glaubt, dass die Kommissare weiter falsche Entscheidungen treffen

Carlos Sainz: Schlechtes Streckendesign schuld an Diskussionen

Carlos Sainz hat schlechtes Streckendesign dafür verantwortlich gemacht, dass es in jüngerer Vergangenheit viele Diskussionen um Überholmanöver gegeben hat. Erst vor zwei Wochen in Austin stand Fernando Alonso mit zwei Szenen gegen die beiden Alfa Romeo im Fokus, und auch der Kampf zwischen Sainz und den beiden McLaren war nicht sauber.

"Ich sage es immer wieder: Wenn wir hinter dem Randstein keinen Asphalt hätten, dann würden wir gar nicht darüber reden", sagt der Spanier.

"Denn dann hätte ich in Kurve 12 nicht rausfahren können, als ich Daniel [Ricciardo] überholt habe, und Kimi [Räikkönen] hätte gegen Fernando in Kurve 1 nicht außen bleiben können", meint Sainz und sagt: "Für mich liegt es eindeutig am Streckendesign. Wenn wir das verbessern, dann gibt es keine Probleme mehr."

Die angesprochenen Szenen sind auch ein Problem für die Rennkommissare gewesen, weil sie entscheiden mussten, ob Manöver legal waren oder nicht. Alpine sah sich in Austin zweimal am falschen Ende, weil Räikkönens Manöver gegen Alonso durchgewunken wurde, dessen deutliches Neben-die-Strecke-Fahren gegen Antonio Giovinazzi aber nicht.

Sportdirektor Alan Permane hatte sich am Funk ziemlich sarkastisch bei der FIA gemeldet und gefragt, ob man jetzt neben der Strecke überholen darf, wie Räikkönen es getan habe.

Sainz sicher: Kommissare werden noch öfter falsch liegen

Tauschen möchte Sainz mit den Kommissaren nicht: "Sie haben einen unfassbar schwierigen Job, weil es nicht eindeutig ist", sagt der Ferrari-Pilot. "Es ist aktuell zu schwierig zu kontrollieren und sie werden es noch ein paar Mal falsch machen, bis sich die Strecken ändern."

Michael Masi wird die Fahrer in Mexiko noch einmal zusammenrufen, um in einem Meeting über die jüngsten Probleme zu sprechen. Laut Sainz habe sich die Situation in den sieben Jahren seit seinem Einstieg verbessert, "aber wenn es um Streckenbegrenzungen wie bei Kimi und Fernando oder mir und Daniel geht, dann wird es immer Probleme geben - außer wir ändern die Strecken."

Der Ferrari-Pilot ist schon lange ein Verfechter davon, wieder zurück zu den Ursprüngen zu gehen und verstärkt auf natürliche Begrenzungen wie Gras und Kiesbett zu setzen. Mit Asphaltausläufen, auf denen man nur irgendwelche Linien überfährt, kann er nichts anfangen.

Helfen permanente Kommissare?

Was bei dem Thema aber auch immer wieder als Vorschlag aufkam, war der Einsatz von permanenten Kommissaren. Derzeit wechseln sie bei jedem Rennen, sodass es auch zu unterschiedlichen Bewertungen kommen kann.

An der Kompetenz der aktuellen Kommissare zweifelt Sainz aber nicht: "Jeder macht den Job mit eigener Überzeugung und dem besten Wissen. Sie sind echte Profis und wollen die bestmögliche Arbeit machen", sagt er.

Trotzdem würde er bevorzugen, wenn es eine permanente Gruppe von Kommissaren gibt. "Aber macht es einen Unterschied? Das weiß ich nicht", so der Spanier. "Ich denke, dass die FIA heutzutage etwas weniger rotiert. Wir haben eine Gruppe von Kommissaren, die mehr oder weniger zu vier oder fünf Rennen kommt, und sie wechseln sich ständig ab. Aber zumindest ist es ein bisschen konstanter als in der Vergangenheit."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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