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Carlos Sainz muss zugeben: Was Leclerc macht, ist erste Sahne

Carlos Sainz muss zugeben, dass Teamkollege Charles Leclerc derzeit einfach besser fährt, und aufpassen, dass er nicht früh die Rolle der Nummer 2 bekommt

Während Charles Leclerc in der WM zu enteilen scheint, muss sein Teamkollege Carlos Sainz schauen, dass er den Anschluss an seinen Ferrari-Teamkollegen nicht verpasst. Nach seinem Ausfall in Melbourne hat der Spanier schon 38 Punkte Rückstand in der Gesamtwertung und droht, schon früh die Rolle der Nummer 2 aufgedrückt zu bekommen.

Dabei war Sainz eigentlich mit viel Selbstvertrauen in die Saison gegangen, nachdem er Leclerc 2021 nach Punkten besiegen konnte, was ihm viele nicht zugetraut hatten. Mit dem starken Ferrari F1-75 wollte er in diesem Jahr natürlich um die WM fahren, doch trotz zweier Podestplätze in den ersten drei Rennen scheint der Saisonstart für ihn missglückt zu sein.

Leclerc kam mit den Siegen in Bahrain und Australien fast perfekt aus den Startlöchern, Sainz hingegen erlebte in Melbourne ein wahres Horror-Wochenende. Ob es sein schlechtestes in der Formel 1 war, weiß er nicht, da er sich nicht an alle 142 weiteren Starts genau erinnern kann.

Zumindest schien es zu Beginn sehr gut zu laufen und Sainz sich mit dem Auto wohlzufühlen, "aber es wurde zu einem der wohl enttäuschendsten Wochenenden in der Formel 1", sagt er. Ausgangspunkt war der Unfall von Fernando Alonso in Q3. Die rote Flagge kam für Sainz wenige Meter vor dem Zielstrich, sodass seine Zeit nicht mehr zählte.

Beim zweiten Versuch gab es Probleme mit dem Anlasser, sodass Sainz erst verspätet aus der Box fahren konnte und keine optimale Aufwärmrunde hatte. Das resultierte in Startplatz neun, dem am Sonntag ein schlechter Start und ein überambitioniertes Manöver in der zweiten Runde folgen, sodass Sainz' Wochenende im Kiesbett endete.

"Das Wichtigste ist, dass ich daraus gelernt habe und dass wir auch als Team daraus lernen", sagt er. "Wir müssen perfekter sein, stärker und robuster in allen Aspekten. Und wir müssen im Hinterkopf behalten, dass in den 20 verbleibenden Rennen noch alles passieren kann."

Sainz bald offiziell die Nummer 2?

Allerdings steht Sainz nach den ersten drei Wochenenden auch unter großem Druck. Zwar betont Teamchef Mattia Binotto, dass die Saison noch lang ist und dass die beiden Fahrer frei gegeneinander kämpfen können. Die Frage ist aber: Wie lange dürfen sie das?

Denn Ferrari war in der Vergangenheit dafür bekannt, sich im WM-Kampf meist auf einen Fahrer zu konzentrieren, dem sich der andere unterzuordnen hat. "Jetzt haben wir Rennen drei und Charles gewinnt, gewinnt, gewinnt, und irgendwann kommt dann schon die Entscheidung", sagt Ex-Pilot Ralf Schumacher bei 'Sky'. "Ferrari ist da sehr kompromisslos, wie wir aus der Vergangenheit wissen."

Er glaubt, dass Sainz gerade dieses Szenario befürchtet. Daher ist er auch nicht überrascht von den scharfen Kommentaren des Spaniers in Richtung eigenes Team nach dem Qualifying. "Mattia weiß, wie wütend ich bin", hatte Sainz am Samstag gesagt. "Solche Probleme mit dem Anlasser sollten wir nicht haben."

"Charles fährt sehr gut"

Doch der Ferrari-Pilot kann sich auch eingestehen, dass sein Teamkollege derzeit einfach schneller ist. 0:3 steht es aus seiner Sicht sowohl im Qualifying- als auch im Rennduell gegen den Monegassen zur Übersicht. "Charles fährt seht gut und hat das Auto sehr gut verstanden, wie er sagt. Und er stellt damit großartige Dinge an", lobt Sainz.

Daher wollte er das Wochenende in Melbourne auch als guten Test ansehen, um zu schauen, ob er die Pace mitgehen kann und ob er Fortschritte gemacht habe. "Ich hatte schon das Gefühl, aber leider lief das Wochenende so, wie es lief."

Mit dem Aus in Melbourne wurden auch zwei Serien des Ferrari-Piloten beendet: Sainz hatte mit 17 Rennen die längste Punktesträhne aller Fahrer und zudem mit 31 Rennen auch die längste Strähne ohne Ausfall.

"Irgendwann musste es ja zu Ende gehen", sagt er. "Irgendwann hätte es mal ein Rennen gegeben, wo die Dinge nicht für mich gelaufen wären und es hätte irgendwann mal ein Rennen gegeben, in dem ich einen Fehler mache." Und beides war in Australien der Fall.

"Aber wie schon gesagt, ist das Wichtigste, dass wir daraus lernen und versuchen, perfekter zu sein und auf jedes Detail zu schauen. Denn mit unserem Auto in diesem Jahr verlieren wir jedes Mal eine Menge Punkte, wenn wir nicht ins Ziel kommen", sagt er. "Das Wochenende ist ein gutes Beispiel dafür."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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