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Carlos Sainz: Respektiere Helmut Marko für seine Nachwuchsförderung

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Carlos Sainz: Respektiere Helmut Marko für seine Nachwuchsförderung
Autor:
Co-Autor: Erwin Jaeggi

Der ehemalige Red-Bull-Junior Carlos Sainz spricht über seine Erfahrungen in der Nachwuchsschmiede - Er verrät außerdem: Diesen Rat hat ihm Vater Sainz gegeben

Die Nachwuchsschmiede von Red Bull wird oftmals als besonders harte Schule für junge Talente dargestellt. Carlos Sainz ist einer von aktuell sieben ehemaligen oder aktiven Red-Bull-Sportlern in der Formel 1 und möchte dieses Image ein wenig zurechtrücken. "Ja, es ist sehr hart", bestätigt er zwar, der Erfolg gebe dem Projekt aber schließlich recht.

"Red Bull kann einem sehr viel geben und sie haben mir in meiner Karriere definitiv sehr geholfen", ist er dankbar. Sainz wurde vor zehn Jahren in das Juniorteam der Bullen aufgenommen und seither gefördert. Er hat es mit Toro Rosso 2015 schließlich an der Seite von Max Verstappen in die Königsklasse geschafft.

Als einer von nur sehr wenigen Piloten hat er sich 2017 allerdings von Red Bull distanziert und hat schließlich 2019 die Familie Richtung McLaren verlassen. Sainz spricht dennoch in den höchsten Tönen vom Nachwuchsprogramm, das Helmut Marko aufgebaut hat und auch weiterhin führt.

"Alles, was Red Bull macht, funktioniert. Sie bringen Talente in die Formel 1. Ja, es ist sehr hart, weil sie hart sein müssen. Schließlich zahlen sie für Karrieren von vielen Fahrern, unterstützen sie und geben ihnen eine Chance. Sie können also so hart zu ihnen sein, wie sie wollen", findet der Spanier.

Das Rezept scheint aufzugehen, immerhin feierte Red Bull mit vier Piloten aus den eigenen Reihen bereits Rennsiege und mit Sebastian Vettel gar vier Weltmeistertitel. "Ich respektiere Helmut Marko sehr für seine Arbeit mit so vielen jungen Formel-1-Fahrern." Aktuell gehören neun Talente dem Programm an.

Marko gilt als Förderer der Jungen, in seinen Entscheidungen wirkt der Grazer manchmal allerdings gnadenlos konsequent - etwa bei der Rochade von Pierre Gasly und Daniil Kwjat. Sainz hatte einen entscheidenden Vorteil gegenüber vielen anderen Nachwuchsfahrern: Er ist mit einer Rennlegende als Vater aufgewachsen.

"Mein Vater hat mir viele Ratschläge gegeben. Einer ist mir aber besonders im Gedächtnis geblieben, als ich noch ein Kind war: In diesem Sport musst du zubeißen, sonst wirst du gebissen." Als Kind sei der junge Carlos oftmals zu nett zu anderen Fahrern oder Mechanikern gewesen, erzählt er.

"Ich war zu freundlich und zu locker drauf. Ich musste ein wenig härter und aggressiver werden. Das hat sich in mein Hirn eingebrannt, seit ich elf oder zwölf Jahre alt war."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie Formel 1
Autor Maria Reyer