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Carlos Sainz tobt nach Panne: "Mattia weiß, dass ich wütend bin!"

Warum Ferrari-Fahrer Carlos Sainz nach dem Formel-1-Qualifying in Melbourne Frust schiebt und was alles schiefgelaufen ist bei ihm im entscheidenden Moment

"Es war schlicht eine Katastrophe", sagt Ferrari-Fahrer Carlos Sainz über sein Qualifying zum Grand Prix von Australien in Melbourne (das Rennen hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!). Denn er steht in der Startaufstellung zum dritten Saisonlauf der Formel 1 2022 nur auf Position neun, sein Ferrari-Kollege Charles Leclerc aber auf der Poleposition.

Was also ist schiefgelaufen für Sainz im entscheidenden Moment? Mehrere Dinge, wie er selbst sagt. Er habe vor allem "viel Pech" gehabt, betont der Spanier. Tenor: "Alles, was schiefgehen konnte in Q3, das ist auch schiefgegangen."

Da wäre zunächst die Rotphase, die auf den Crash von Alpine-Fahrer Fernando Alonso folgte. Sainz befand sich bei der Auslösung der Unterbrechung bereits am Ende seiner fliegenden Runde und schon wieder auf der Zielgeraden, es fehlten nur wenige Meter. Doch weil die Ampeln vorher auf Rot umsprangen, zählte seine Runde nicht.

Es sei eine "gute Runde" gewesen, betont Sainz. "Leider gelang es uns [aufgrund der Rotphase aber] nicht, eine Sicherheitsrunde auf die Uhr zu kriegen."

Das Auto springt nicht an in Q3

Das rächte sich wenig später bei der Fortsetzung des Qualifyings, als Sainz technische Probleme in die Quere kamen: Der Anlasser spielte nicht mit. "Wir konnten das Auto nicht starten und sind drei Minuten später rausgefahren als geplant", meint Sainz.

Was nach einer Lappalie klingt, hatte für den Ferrari-Fahrer große Konsequenzen. Sainz: "Ich konnte deshalb die Reifen nicht gescheit aufwärmen, weil alles schnell-schnell gehen musste. Am Ende musste ich meine Runde im Prinzip auf eiskalten Reifen absolvieren."

Nur eine Aufwärmrunde reiche in Melbourne nämlich nicht aus, erklärt Sainz, selbst auf der C5-Mischung sei das nicht genug. "Wir brauchen zwei Runden, um die Reifen zum Arbeiten zu kriegen. Die beiden Runden hatte ich nicht, also war meine Runde auf kalten Reifen bescheiden", so sagt er.

Sainz: Ohne Chance beim letzten Versuch

Wie wenig Grip er bei seinem finalen Versuch gehabt habe? Sainz: "Zweimal wäre ich beinahe abgeflogen. Und so kriegt man halt keine Runde hin. Meine Situation beweist also: Wenn du nicht die entsprechende Vorbereitung hast, geht die Rechnung nicht auf."

Oder in Zahlen ausgedrückt: Während Leclerc im Ferrari-Schwesterauto 1:17.868 Minuten fuhr und der Konkurrenz um fast drei Zehntel enteilte, kam Sainz nur auf 1:19.408 Minuten und 1,5 Sekunden Rückstand. Das ergab nur deshalb noch P9, weil Alonso ohne Rundenzeit auf P10 gewertet wurde.

Ärgerlich ist das für Sainz so oder so, "zumal ich mich über die gesamte Qualifikation hinweg im Kampf um die Poleposition befunden hatte", wie er meint. Tatsächlich hatte er in Q1 den vierten Platz belegt, in Q2 den zweiten. Und in Q3 schien er ebenfalls auf ein Spitzenergebnis gepolt zu sein.

Sainz sucht die Schuld auch bei Ferrari

Stattdessen aber schiebt Sainz viel Frust und lässt das seinen Ferrari-Teamchef Mattia Binotto auch durch die Presse spüren: "Mattia weiß, dass ich wütend bin, denn solche Probleme mit dem Anlasser sollten wir nicht haben. Und er weiß auch: Heute habe ich um die Poleposition gekämpft, bis alles Mögliche schiefging. Da kann ich nicht happy sein."

Die Qualifying-Schlappe müsse er aufgrund der Umstände erst einmal verdauen, sagt Sainz: "Jetzt brauche ich erst mal Schlaf. Und bis ich im Bett bin, bin ich wütend. Man kann sich vielleicht vorstellen, wie es gerade in mir drin brodelt. Das muss ich wohl nicht extra beschreiben. Denn ich hätte nicht auf P9 stehen sollen, sondern mindestens in der ersten Reihe, mit einer Siegchance im Rennen am Sonntag."

Was noch möglich ist von Startplatz neun im Rennen

Von P9 kommend seien die Erfolgsaussichten ganz andere, trotz eines starken Autos. Er könne daher nur "aggressiv bleiben und probieren, nach vorne zu gelangen", meint Sainz.

"Allerdings ist das Mittelfeld enger beisammen an diesem Wochenende und wir verfügen nicht über einen so großen Leistungsvorteil wie noch in Bahrain. Es wird also schwierig, Positionen gutzumachen. Auch, weil man die vierte DRS-Zone entfernt hat. Überholen dürfte jetzt wieder richtig schwierig werden", erklärt der Ferrari-Fahrer und meint: "Für mich ist es das schlimmstmögliche Szenario."

Erschwert wird all dies noch zusätzlich durch massives Bouncing auf der Gegengeraden. Dort schüttelt es Sainz in jeder Runde richtig durch, und Abhilfe ist nicht in Sicht: "Wir sind dabei, dieses Problem zu lösen. Doch wir müssten zu viele Kompromisse beim Auto eingehen, um kein Bouncing zu haben, und das wollen wir nicht. Als Fahrer musst du also damit umgehen, auch wenn es nicht ideal ist - und sehr unvorhersehbar."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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