Charles Leclerc: Neue Herangehensweise in Freien Trainings

Charles Leclerc macht eine neue Herangehensweise dafür verantwortlich, dass es im Qualifying besser läuft - Warum entgeht der Ferrari-Pilot so häufig Strafen?

Charles Leclerc: Neue Herangehensweise in Freien Trainings

Charles Leclerc ist 2020 so etwas wie die Qualifying-Überraschung der Formel 1. Nur dreimal verpasste der Monegasse in diesem Jahr Q3, ansonsten stand er immer in den Top 10 und konnte sich in Mugello und am Nürburgring sogar jeweils Startplatz vier holen. Zum Vergleich: Teamkollege Sebastian Vettel war nur einmal besser als Platz zehn.

Das macht der Ferrari-Pilot an einem veränderten Ansatz fest. "Ob mich das schneller macht, glaube ich nicht", sagt er. Doch es scheint ihn konstanter zu machen. Denn vor dieser Saison hatte Leclerc ein paar Probleme damit, seine besten Sektoren zu einer guten Runde zusammenzubringen. Das scheint ihm jetzt besser zu gelingen.

Das Geheimnis: "Ich gebe jetzt 100 Prozent in jeder Session. Im vergangenen Jahr habe ich es von FT1 zu FT3 etwas ruhiger angehen lassen, um dann in der Qualifikation zu pushen." Weil er dabei jedoch Probleme hatte, die Runde zusammenzubekommen, gibt er 2020 schon vom ersten Training an Gas. "Ich habe einiges Positives darin gefunden."

Charles Leclerc, Ferrari SF1000, Pierre Gasly, AlphaTauri AT01

Charles Leclerc, Ferrari SF1000, Pierre Gasly, AlphaTauri AT01

Foto: Andy Hone / Motorsport Images

In Portimao wird er ebenfalls von Beginn an Gas geben müssen, denn alle Fahrer müssen die Strecke in einem Formel-1-Fahrzeug lernen. Zwar war er 2015 schon in der Formel 3 dort unterwegs, mit einem Formel-1-Boliden ist das aber eine neue Herausforderung. Und außerdem: "Ich hatte so ein schlechtes Wochenende, sodass ich mich kaum an der Strecke erinnere", sagt Leclerc.

Damals wurde er einmal Sechster und zweimal Siebter. "Es ist eine sehr, sehr knifflige Strecke mit vielen blinden Kurven. Ich denke, dass es mit einem Formel-1-Auto noch einmal schwieriger wird als in der Formel 3."

Ein anderes Thema, das bei Charles Leclerc zuletzt aufkam, waren überraschend vermiedene Strafen. Während etwa Lewis Hamilton für seine beiden Übungsstarts in Sotschi hart bestraft wurde, kam der Ferrari-Pilot für kuriose Vergehen häufig davon. Im gleichen Rennen beförderte er Lance Stroll ins Aus, eine Strafe gab es dafür nicht.

Auch dass er in Barcelona seine Gurte gelöst hatte und so um die Strecke fuhr und dass er auf der Out-Lap in Belgien die Mindestzeit überschritten hatte, blieb für ihn ohne Folgen. Warum, das weiß aber auch Leclerc nicht.

"Ich denke, in Barcelona habe ich die Situation einfach besser erklärt", sagt er. "Und in Spa war die Situation ganz anders als bei Lewis in Sotschi." Der Ferrari-Pilot hatte damals die Safety-Car-2-Linie schon vor seinem Übungsstart überfahren und so die Zeitnahme ausgelöst - eine Aufnahme von seiner Startposition gibt es offiziell nicht.

Und Sotschi? "Bei dem Vorfall mit Lance hatte ich ein wenig Glück, dass ich davonkam. Aber bei den anderen beiden ist das nicht so offensichtlich, wenn man es sich genauer anschaut."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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