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Chase Carey: Formel 1 für Sponsoren interessanter denn je

Wieso die Formel 1 trotz Schwierigkeiten am Sponsorenmarkt mehr Interesse denn je generiert und sich Chase Carey von der Budgetobergrenze kein Wunder erwartet

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Chase Carey: Formel 1 für Sponsoren interessanter denn je

Seit der Einführung der Hybridmotoren dominiert Mercedes die Formel 1 - und der Motorsport hat generell immer mehr Mühe, Sponsoren anzulocken. Dennoch sieht Formel-1-Boss Chase Carey diesbezüglich eine positive Entwicklung. "Derzeit gibt es mehr Engagement und Interesse, was potentielle Sponsoren angeht, als wir es bisher in unseren drei Jahren hier erlebt haben", sagt Carey im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

"Als wir eingestiegen sind, standen die Sponsoren nicht gerade Schlage, außerdem hatten wir keine Werkzeuge, um die Sponsoren zu bedienen", blickt der Formel-1-Geschäftsführer zurück. "Wir hatten damals nicht die Möglichkeiten, die wir heute im Gespräch mit Sponsoren haben. Und wir konnten ihnen auch nicht erzählen, wohin es mit dem Sport gehen wird. Das hat das Interesse gesteigert."

Und das, obwohl das Klima im Kampf um Sponsoren laut dem Liberty-Media-Manager heute rauer ist: "Wenn du nicht Google oder Facebook bist, dann ist die Sponsoringwelt heute härter. Ich denke, dass wir Fortschritte machen. Wir haben Luft nach oben und sind noch nicht dort, wo wir hinwollen."

Ursache für die Fortschritte ist laut Carey, dass sich die Formel 1 nach den Jahren unter seinem Vorgänger Bernie Ecclestone endlich den digitalen Medien geöffnet hat. Mit dem Livestream-Angebot F1 TV und der Social-Media-Offensive hat sich in diesen Bereichen in den vergangenen Jahren viel getan.

"Es steht außer Zweifel, dass man heute die Fans zunehmend über die digitalen Medien erreicht", sagt Carey. "Das ist die Art und Weise, wie sie Sachen verfolgen, die ihnen wichtig sind - ob es sich um eine Sportart, ihre Helden oder Fahrer dreht."

Doch können sich die Fans schon bald über ein ausgeglicheneres Feld und mehr Abwechslung an der Spitze freuen? Genau das will man ja ab der kommenden Saison mit dem neuen Reglement und der Budgetobergrenze erreichen. Carey steht auf die Bremse: "Wir rechnen nicht damit, dass sich die Welt 2021 ändern wird. Ganz allgemein wird es eine Weile dauern, ehe sie Teil dieses neuen Systems werden."

Was er damit meint: Die Topteams investieren derzeit enorme Summen in die Entwicklung der Boliden für die neue Formel-1-Reglementära. Um bereits einen Vorteil zu haben, wenn die Budgetobergrenze von 175 Milllionen US-Dollar kommendes Jahr eingeführt wird. "2021 ist ein wichtiger Schritt, aber das heißt nicht, dass die Arbeit dann erledigt ist und alles gelöst sein wird. Es handelt sich um einen fortlaufenden Prozess, der definitiv länger als ein Jahr dauert."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Autor Sven Haidinger