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Christian Horner: 2020 wird ein besonders teures Jahr!

Red-Bull-Teamchef Christian Horner begrüßt die Einführung einer Budgetobergrenze grundsätzlich - Er hat jedoch auch Bedenken, was die Auswirkungen betrifft

Christian Horner: 2020 wird ein besonders teures Jahr!

Zum ersten Mal in der Geschichte der Königsklasse werden ab 2021 nicht nur sportliche und technische Belange von der FIA reglementiert, sondern auch finanzielle. Mit der Budgetobergrenze hofft der Weltverband das Starterfeld enger zusammenzuführen, jedoch bleiben große Zweifel vor allem bei den Mittelfeldteams bestehen. Red-Bull-Teamchef Christian Horner hat nun die Sichtweise eines Topteams auf die Einschränkung dargelegt.

"Man muss bei der Budgetobergrenze in Betracht ziehen, dass die für fünf Jahre fix vorgeschrieben ist. Für die drei Topteams stellt das deshalb eine beträchtliche Herausforderung dar, ab 2021 in eine Position zu kommen, um diese Obergrenze zu erfüllen", meint der Brite.

Sobald man das angepeilte Ziel von maximal 175 Millionen US-Dollar erreicht hat, müssen die Teams dieses auch halten. Die Sorge der kleineren Teams besteht vor allem darin, dass viele finanzielle Posten nicht in die Obergrenze eingerechnet werden müssen. Daher fürchten sie, dass die Topteams erst wieder mehr als 300 Millionen ausgeben werden.

Horner gibt zu, dass es wohl auch nach dieser Einführung der Kostenobergrenze Abweichungen beim Budget der einzelnen Teams - vor allem zwischen kleinen und großen - geben werde. "Mit dem Wachstum des Sports, den Liberty Media anstrebt, werden sich die Budgets in den nächsten fünf Jahren aber auf natürliche Weise annähern", glaubt der Red-Bull-Teamchef.

Denn bei mehr Gewinn kann auch mehr Preisgeld an die einzelnen Teams ausgeschüttet werden, was die Budgets der kleineren Rennställe aufbessern würde - allerdings auch jene der großen Teams, die zusätzlich auf Bonuszahlungen hoffen dürfen.

Das "Frustrierendste" an der Einführung der Budgetobergrenze sei aber gar nicht die Reglementänderung 2021, sondern die Kostenexplosion im kommenden Jahr, glaubt Horner. "Denn schließlich werden dann drei Projekte gleichzeitig laufen: Wir werden das aktuelle Auto entwickeln, wir werden mit Pirelli Reifen testen mit einem Interimsauto und wir werden das neue Auto unter den neuen Regularien entwickeln."

Daher werde die Saison 2020 eine große Herausforderung für alle Teams darstellen. Ob die Kostenobergrenze ab 2021 die Ausgaben tatsächlich drastisch senken werde, das könne man erst nach einer Weile beurteilen. "Ich denke, die Intention dahinter ist großartig."

Das gilt auch für die Auswirkungen der technischen Regularien auf das Racing ab 2021. "Die Autos werden total anders aussehen. Wir alle starten mit einem weißen Blatt Papier. Daher werden wir wohl eher größere Unterschiede im Kräfteverhältnis sehen und zunächst keine Annäherung", glaubt Horner.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Autor Maria Reyer