Christian Horner über Formel-1-Drama: "Besser als jeder Hollywood-Film!"

Christian Horner ist vom Formel-1-Finale in Abu Dhabi noch immer verzückt - Laut dem Red-Bull-Teamchef wäre kein Drehbuchautor auf diese Geschichte gekommen

Christian Horner über Formel-1-Drama: "Besser als jeder Hollywood-Film!"

Schlägt die Formel 1 die Drehbuchautoren in Hollywood? Christian Horner glaubt ja! Der Red-Bull-Teamchef ist vom Finale der Königsklasse in Abu Dhabi noch immer verzückt und glaubt nicht, dass Filmemacher die letzte Runde je besser inszeniert bekommen hätten. Max Verstappen gewann den Formel-1-Titel nach einem Überholmanöver gegen Lewis Hamilton.

Vorher sah Hamilton wie der sichere Sieger und damit achtmalige Weltmeister aus, jedoch krachte Williams-Pilot Nicholas Latifi - ausgerechnet mit Mercedes-Kundenmotor - in die Mauer. Das Safety-Car musste ausrücken. Zwischen Hamilton an der Spitze und Verstappen auf Rang zwei klaffte dennoch eine Lücke, da viele Überrundete dazwischenlagen, denen Rennleiter Michael Masi das zurückrunden erst verweigert hatte. Später beorderte er sie jedoch am Safety-Car vorbei.

Damit lagen Hamilton auf alten harten Reifen und Verstappen auf neuen weichen Reifen genau hintereinander. Verstappen nutzte die Gunst der Stunde und seine deutlich frischeren Pneus, um Hamilton zu schlagen und sich erstmals zum Formel-1-Weltmeister zu krönen. Zur Erinnerung: Schon die Ausgangslage vor dem Rennen war an Spannung nicht zu übertreffen, da die beiden Konkurrenten punktgleich nach Abu Dhabi gereist waren.

Die komplette Saison war an Dramatik kaum zu überbieten: Es gab Action, Unfälle und Kontroversen. In Silverstone und Monza gerieten die beiden Titelkandidaten aneinander, in Brasilien und Saudi-Arabien lieferten sie sich heiße Kämpfe an der Spitze. Das hat auch die Fans in den Bann der Formel 1 gezogen! Allein beim Grand Prix der USA in Austin kamen über drei Tage 400.000 Fans an die Strecke.

"Ich meine, es ist 47 Jahre her gewesen, dass zwei Fahrer im letzten Saisonrennen punktgleich waren", so Horner. "Ich glaube nicht, dass ein Hollywood-Drehbuchautor mit so einer Geschichte in diesem Jahr um die Ecke gekommen wäre. Dadurch ist die Beliebtheit der Formel 1 durch die Decke geschossen." Der Red-Bull-Teamchef wertet das Finale auch deshalb als größtes Sportevent des Jahres.

"Es ist unglaublich, wie viele neue Fans wir im Sport willkommen heißen durften", freut sich Horner, der erst kürzlich seinen Vertrag bei Red Bull verlängert hat, über das wachsende Interesse an der Königsklasse. Ferrari-Teamchef Mattia Binotto lobt Formel-1-Eigentümer Liberty Media für den Einsatz, der einen großen Beitrag zum Wachstum der Meisterschaft geleistet habe.

"Da geht es nicht nur um das TV-Produkt, sondern auch um Social-Media und andere Dinge", so der Italiener. Laut Binotto ist die offene und transparente Kommunikation mit den Fans einer der Schlüssel zum Erfolg. Eine tragende Figur sei dabei Stefano Domeniciali gewesen, sind sich Horner und Binotto sicher. Domenicali hat Chase Carey als Geschäftsführer und Präsident der Formel 1 beerbt und die Zügel der Weltmeisterschaft in die Hand genommen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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