Circuit of the Americas geht Bodenwellen im Winter an den Kragen

Die Formel-1-Rennstrecke in Austin wird im Winter repariert werden - Die immer lauteren Beschwerden mehrerer Rennserien kann man nicht mehr ignorieren

Circuit of the Americas geht Bodenwellen im Winter an den Kragen

Der Circuit of the Americas wird im kommenden Winter geschlossen werden, weil Reparaturarbeiten ausgeführt werden. Die Formel-1-Piloten haben sich während des Großen Preises der USA 2019 massiv über Bodenwellen beschwert. Gleiches taten die MotoGP-Fahrer bei ihrem Besuch in Texas im April.

Schon in der Nacht von Freitag auf Samstag wurde mit Diamantschleifern gearbeitet, um die schlimmsten Bodenwellen zu begradigen. Am Samstagabend wurden weitere Maßnahmen ergriffen.

Das sind jedoch nur Notoperationen. Ab Dezember werden umfangreiche Arbeiten stattfinden. Dabei werden auch Abflussrohre ausgegraben, die für einige der Bodenwellen verantwortlich sein sollen. Die Strecke wurde bereits 2015 im Alter von gerade einmal drei Jahren von einer mächtigen Flut heimgesucht.

COTA-Chef Bobby Epstein sagt gegenüber 'Motorsport-Total.com': "In der Nacht kam ein richtig dicker Schleifer zum Einsatz. Es ist für die Jungs nicht gerade einfach, weil sie bereits viele Stunden gearbeitet haben. Ansonsten wäre das kein großes Problem."

"Wir werden die Strecke im Dezember und für den größten Teil des Januars schließen, um die Probleme zu lösen. Schon im vergangenen Jahr haben wir einige Reparaturen im Vorfeld des MotoGP-Rennens durchgeführt. Deshalb müssen wir nicht die gesamte Strecke renovieren."

Wie beschädigte Abflussrohre für Bodenwellen sorgen

Trotzdem wird es teuer: "Mit Sicherheit werden wir die gesamte Gegengerade erneuern, dann die Boxenausfahrt und Kurve 1. Außerdem gibt es eine mächtige Bodenwelle vor Kurve 9 und in den Kurven 18 und 19. Das ist schon eine ganze Menge. Ich weiß schon, wie hoch die Rechnung ausfallen wird!"

Epstein erklärt, dass die Probleme durch starke Regenfälle verursacht worden seien, die vor vier Jahren Schäden an Abflussrohren verursacht hätten. Das habe dafür gesorgt, dass sich der Boden an gewissen Stellen gewölbt oder gesenkt hat.

‘¿’"Wir haben an manchen Stellen drei Meter tief gegraben und spezielle Füllungen verwendet. Die Überflutung von 2015 hat für einige schlimme Hebungen des Bodens gesorgt. Diese Bereiche haben wir noch nicht repariert und seitdem ist es nur schlimmer geworden."

"Auch gibt es um die Rohre herum böse Auswaschungen. Sie verlaufen unter der Strecke und das Wasser von 2015 ist ihnen gefolgt. Leider [aufgrund der Schäden] nicht durch sie hindurch, sondern um sie herum. Durch die Erosion sind Hohlräume entstanden. Deshalb haben wir es mit Hebungen und Senkungen zu tun."

"Wir wissen, was das Problem ist, und haben bereits Reparaturen anberaumt. Die Rohre kommen raus. Wir hätten aber nicht damit gerechnet, dass es die Formel-1-Autos dermaßen heftig beeinflusst."

Mit Bildmaterial von LAT.

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