Corona: Beatmungsgerät von Formel-1-Teams unbrauchbar

Rückschlag im Kampf gegen Corona: Ein Beatmungsgerät, das unter anderem von Red Bull und Renault entwickelt wurde, ist im konkreten Fall wohl unbrauchbar

Corona: Beatmungsgerät von Formel-1-Teams unbrauchbar

Die in Großbritannien ansässigen Formel-1-Teams stecken einen Teil ihrer Ressourcen aktuell in den Kampf gegen das Coronavirus. So wurde beispielsweise die Mercedes-Motorenfabrik in Brixworth kurzerhand umfunktioniert, dort werden aktuell Atemhilfen produziert (siehe oben das Symbolbild eines funktionierendes Geräts). Auch Red Bull und Renault engagieren sich in einem Projekt - mussten nun jedoch einen Rückschlag hinnehmen.

'The Guardian' berichtet, dass das Beatmungsgerät, das beide Teams in Kooperation mit weiteren Partnern entwickelt haben, in Großbritannien in der aktuellen Krise nicht eingesetzt werden wird. Das Modell, das den Namen BlueSky trägt, sei laut Ärzten "nicht ausreichend komplex", um COVID-19 zu behandeln. Grundsätzlich könne das Gerät Patienten zwar beatmen, konkret bei Corona sei es allerdings unbrauchbar.

Der Hintergrund laut Bericht: Die Lunge füllt sich bei Coronapatienten schneller mit Flüssigkeit als bei vergleichbaren Krankheiten. Daher müssten die Beatmungsgeräte zwischenzeitlich in einen anderen Modus geschaltet werden. Für solche regelmäßigen Wechsel sei BlueSky allerdings nicht ausgelegt, weshalb es in diesem konkreten Fall nicht brauchbar sei.

Ursprünglich habe die britische Regierung mehrere tausend Einheiten kaufen wollen, weil der Nationale Gesundheitsdienst (NHS) aktuell über viel zu wenig Beatmungsgeräte verfügt. Eine offizielle Bestellung habe es allerdings noch nicht gegeben, weil die nötige Zulassung noch fehlte. In Großbritannien gibt es momentan bereits rund 90.000 bestätigte Coronafälle.

Mit Bildmaterial von UCL.

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