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Daniel Ricciardo enthüllt: Wechsel zu McLaren war eine Option

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Daniel Ricciardo enthüllt: Wechsel zu McLaren war eine Option
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21.01.2019, 10:59

Menschlich passte es mit Daniel Ricciardo und McLaren, die sportliche Perspektive schreckte jedoch ab – Wieso bei Red Bull die Vertragslaufzeit zum Problem wurde

Der neue Renault-Fahrer Daniel Ricciardo war im vergangenen Sommer drauf und dran, zur McLaren-Mannschaft zu wechseln. Wie der Australier gegenüber 'Racer' berichtet, hätte er nicht nur über das Cockpit bei den Franzosen und eine Vertragsverlängerung bei Red Bull nachgedacht, sondern es auch in Erwägung gezogen, in Woking zu unterschreiben. Die Chemie stimmte: "Hätte ich es nur auf persönlicher Ebene entschieden, wäre McLaren genauso attraktiv gewesen", sagt Ricciardo.

Er spricht von "mehreren Treffen" mit den Teamverantwortlichen und von "coolen Menschen" – wo doch McLaren stets Unterkühltheit nachgesagt wird. Unter Zak Brown könnte sie überwunden worden sein. Dass der Deal nicht zustande kam, hatte ohnehin andere Gründe: "Ihnen fehlt es noch ordentlich an Leistung", weiß Ricciardo. "Als Menschen mag ich sie sehr. Nicht, dass ich nicht auch Red Bull oder irgendwen anders leiden könnte, aber die Stimmung zwischen uns war wirklich gut."

Möglicherweise hätte sich bei McLaren eine Fahrerpaarung mit Carlos Sainz ergeben – vorausgesetzt der Spanier wäre bei Renault wie angedacht durch Esteban Ocon statt durch Ricciardo ersetzt worden. Juniorfahrer Lando Norris wäre so für 2019 wahrscheinlich auf der Strecke geblieben.

Letztlich fiel Ricciardos Entscheidung zwischen Renault und Red Bull – auch weil sich bei den übrigen Topteams Mercedes und Ferrari keine Perspektive ergeben hatte. Sein langjähriger Förderer drängte auf einen Vertrag über zwei Jahre, um mehr Sicherheit bei der Personalplanung zu haben. "Und ich habe mir gedacht: 'Wenn Honda nicht in die Gänge kommt, wird das nächste Jahr frustrierend. Will ich dann eine weitere Saison dort fahren oder bin ich über den kritischen Punkt hinaus?'"

Ricciardo entschied, auf einen Vertrag bis Ende 2019 zu drängen, um mehr Flexibilität zu genießen. Wenn es Erfolge mit Honda gäbe, könne er erneut verhandeln und verlängern. Doch er überlegte es sich anders – möglicherweise, weil Teamkollege Max Verstappen auf der Rennstrecke zunehmend die Oberhand gewann und er sich des Interesses von Red Bull langfristig nicht sicher sein konnte.

"Auf einmal fühlte sich ein Jahresvertrag riskant an", sagt Ricciardo. "Mich hat das Gefühl geplagt, dass ich so nicht alles rausholen würde. Er sah sich der Drohkulisse, in zwölf Monaten vor der gleichen Ungewissheit zu stehen und wieder ermüdende Verhandlungen führen zu müssen, gegenüber. "Das, von dem ich geglaubt habe, dass ich es will, war am Ende nicht mehr das, was ich wollte."

Zeitgleich überzeugten ihn die Renault-Offerte und die Perspektive, bei einem anderen Team einen Neuanfang zu wagen. "Es klingt bescheuert", sagt Ricciardo, "die Leute fragen: 'Wie kann Formel 1 langweilig oder Routine werden?' Aber es ist wie mit allem anderen. Als Kind bin ich in der Schule ständig von einer Sache zur anderen gewechselt und war nie zufrieden. Ich wollte immer etwas anderes machen." Er sei eben schon immer "etwas zappelig" gewesen, bemerkt er schmunzelnd.

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