Daniel Ricciardo: Mexiko-Ausfall erst alleine, dann mit Freunden verarbeitet

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Daniel Ricciardo: Mexiko-Ausfall erst alleine, dann mit Freunden verarbeitet
Ruben Zimmermann
Autor: Ruben Zimmermann
Co-Autor: Adam Cooper
08.11.2018, 16:42

Daniel Ricciardo verrät, wie er sich von seinem Ausfall in Mexiko abgelenkt hat - Das Rennen in Brasilien auszulassen, war für den Australier nie eine ernsthafte Option

Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB14, suffers an engine failure
Pole man Daniel Ricciardo, Red Bull Racing, celebrates on the grid after Qualifying
Marcus Ericsson, Sauber C37, Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB14 and Sebastian Vettel, Ferrari SF71H battle
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB14
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing on the drivers parade of Fernando Alonso, McLaren
Max Verstappen, Red Bull Racing RB14, leads Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB14
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing
Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB14

Daniel Ricciardo gehört aktuell zu den größten Pechvögeln der Formel 1. Nachdem der Australier bereits beim vorletzten Rennen in Austin ausgeschieden war, machte sein Red Bull auch zwei Wochen später in Mexiko wieder schlapp. Vor dem Rennen in Brasilien hat er seinen Humor aber zurückgefunden. Auf die Frage, wie das Gefühl gewesen sei, als sein Auto in Mexiko plötzlich langsamer geworden sei, antwortet er mit einem Lachen: "Bekannt!"

Noch vor knapp zwei Wochen sah der 29-Jährige das - unmittelbar nach dem Mexiko-Rennen - deutlich weniger entspannt. Da erklärte er noch: "Ich bin an einem Punkt, wo ich mich frage, warum ich sonntags überhaupt auftauchen sollte." Mittlerweile ruderte er aber schon wieder zurück und erklärt nun noch einmal: "Ich habe das in einem emotionalen Zustand gesagt, und innerlich habe ich das nicht so gemeint."  

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"Ich habe in dieser Woche keine Nachrichten gelesen. Aber ich habe den Eindruck, dass einige Leute wirklich geglaubt haben, dass ich nicht [in Brasilien] auftauche", erklärt Ricciardo. Deshalb stellte er bereits Ende der vergangenen Woche in einem Video in den sozialen Netzwerken klar, dass er die Saison 2018 für Red Bull auf jeden Fall beenden wird, bevor er 2019 zu Renault wechselt.

Der vergangene Sonntag war für den Australier aber trotzdem in jedem Fall ruiniert. Er verrät, dass er sich nach dem Ausfall im Rennen direkt auf sein Hotelzimmer zurückzog und sich im TV ein Baseballspiel ansah. "Ich lag einfach nur in meinem Zimmer, schaute es mir an und sprach mit niemandem", berichtet Ricciardo, der an jenem Wochenende - und auch zuvor in Austin - extra ein paar Freunde aus Australien eingeladen hatte.

Und nachdem er bereits nach dem Rennen in den USA nicht mehr in Partylaune war, wiederholte sich das Szenario in Mexiko. Letztendlich rappelte er sich am Sonntagabend aber doch noch einmal auf - auch aus Pflichtbewusstsein seinen Freunden gegenüber. "Wir gingen dann zum Abendessen, und es war gut", verrät er. Das sei auch die richtige Entscheidung gewesen, um den Kopf frei zu bekommen.

"Die Woche danach haben wir in Los Angeles verbracht - und das habe ich auch gebraucht. Es hat Spaß gemacht", so Ricciardo, der mittlerweile wieder deutlich besser gelaunt ist - und darauf hofft, dass er in Interlagos nicht den dritten Ausfall in Serie hinnehmen muss. "Es ist dieses Jahr schon zu oft passiert", erklärt er und ergänzt: "Im ersten Moment denkt man sich: 'Nicht schon wieder, nicht schon wieder!'"

Auffällig dabei: Wenn bei Red Bull zuletzt etwas kaputt ging, traf es immer Ricciardo. In den letzten sieben Rennen schied er viermal aus, während Teamkollege Max Verstappen in diesem Zeitraum immer die Zielflagge sah, dabei mindestens Fünfter wurde, fünfmal auf dem Podium stand und sogar einen Sieg holte. 2017 hatte der Niederländer noch ähnliches Pech, doch 2018 trifft es seit einiger Zeit nur noch Ricciardo.

Auf dem Podium stand der Australier zuletzt bei seinem Sieg in Monaco im Mai. "Vergangenes Jahr war es gewissermaßen zwischen uns verteilt. In diesem Jahr hat es mich deutlich härter erwischt", hat auch Ricciardo bemerkt. "Ich habe keine wirkliche Erklärung", zuckt er die Schultern und ergänzt: "Es hört sich ziemlich simpel und etwas dumm an, aber 'Pech' trifft es meiner Meinung nach am besten ..." 

 
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