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Das Jahr 2023 bringt eine weitere Premiere für die Formel 1

Frauen-Rennserie Formel-1-Academy: Erster und potenziell glaubwürdigster Schritt zur Förderung von rennfahrenden Frauen auf dem Weg in den Grand-Prix-Sport

F1 flag flies in the morning

Zak Mauger / Motorsport Images

David Coulthard, der kürzlich die Initiative More Than Equal mitbegründet hat, um Frauen einen Stammplatz in der Formel 1 zu verschaffen, sodass diese "Meisterschaften und nicht nur Rennen gewinnen", freut sich beim Gedanken an die die neue Frauen-Rennserie F1-Academy.

Aber: Wenngleich für Frauen im Motorsport derzeit mehr Initiativen als je zuvor Blüten treiben, gibt es immer noch große Hindernisse. Ganz oben auf der Liste steht die Physis - die schiere körperliche Kraft, Ausdauer und Hingabe, die es braucht, um in einem stressigen und schnellen Sport wie der Formel 1 zu bestehen.

Aber geht es wirklich nur um die Physis? Oder stellt sie ein potenzielles Hindernis dar, ähnlich wie die fehlende Förderung von Frauen, die mangelnde Chancengleichheit in der Anfangsphase und andere Faktoren? Max Verstappens Anfänge im Kartsport und die seiner Schwester Victoria folgten einer ähnlichen Entwicklung, bevor die Geschwister in unterschiedliche Richtungen gingen.

Die Formel-1-Acadamy-Rennserie, die ab 2023 ausschließlich von Frauen bestritten wird, verlangt von den Fahrern einen Beitrag von 150.000 Euro. Obwohl die meisten jungen Fahrer, insbesondere seit der COVID-19-Pandemie, Probleme mit dem Sponsoring haben, wird angenommen, dass weibliche Fahrer von diesem Problem unverhältnismäßig stark betroffen sind.

Die vielversprechende Fahrerin und W-Serie-Pilotin Abbi Pulling hat ausführlich über ihre finanziellen Probleme gesprochen. Die nämlich brachten sie schließlich dazu, sich aus der laufenden Saison 2021 der Britischen Formel 4 zurückzuziehen. Während sich Pulling auf den finanziellen Aspekt konzentrierte, spielte das Thema Physis für sie keine große Rolle.

"Es bin nicht nur ich, die das tun muss. Auch die Jungs müssen trainieren, um diese Autos zu fahren", sagte Pulling, als sie Anfang des Jahres 2022 von 'The Guardian' zum Thema Physis im Rennauto befragt wurde.

Podium:  third place Abbi Pulling, Racing X.

Podium: third place Abbi Pulling, Racing X.

Photo by: Mark Sutton / Motorsport Images

Auch Pullings Mentorin Alice Powell hat bereits über die Schwierigkeiten gesprochen, mit denen sie sich in ihrer Rennfahrerkarriere konfrontiert sah. 2012 war Powell die erste Frau, die in der GP3-Serie in die Punkteränge fuhr, bevor sie im Anschluss an die Saison 2014 wegen fehlender Finanzierung eine längere Rennpause einlegte.

Im Gespräch mit 'Autosport' sagte Powell Anfang des Jahres 2022, dass die W-Serie zwar eine großartige Arbeit geleistet hat, um Frauen zu Renncockpits zu verhelfen, und dass die Zusammenarbeit der Meisterschaft mit der FIA Formel 3 ebenfalls hilfreich ist, die Finanzierung aber immer noch schwierig sein kann.

"Ich glaube, als Frau ist es manchmal schwieriger, weil die Leute den Sport immer noch als männerdominiert ansehen und deshalb vielleicht nicht wirklich ihr Geld in eine Frau investieren wollen, wenn sie sehen, dass er von Männern dominiert wird. Aber ich glaube, dass es sicherlich Fortschritte gegeben hat, seit ich im Jahr 2012 in dieser Art von Meisterschaft gefahren bin", sagte Powell.

Ein Bereich, der im Zusammenhang mit der Physis immer wieder erwähnt wird, ist die Servolenkung. Es wurde viel über die Schwierigkeiten diskutiert, mit denen Frauen beim Fahren von Autos der Nachwuchsklassen konfrontiert sind, wobei der Schwerpunkt auf dem Lenkgewicht und der fehlenden Servolenkung lag.

Coulthard sagte, dass das Fehlen einer Servolenkung in den Aufstiegsklassen zur Formel 1 dazu führt, dass diese Autos schwieriger zu fahren sind als ein Formel-1-Auto und eine "physische Bevorzugung bestimmter Größen und körperlich entwickelter Männer" zur Folge hat. "Als ich Testfahrer bei Williams war, konnte ich die Lenkung nicht wie Nigel Mansell betätigten", sagt Coulthard und weiter: "Ich war nicht stark genug. Mein Limit war also das, wie weit ich das Lenkrad drehen konnte."

FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem, seines Zeichens Vorsitzender der Formel-1-Academy, sagte kürzlich, er wolle, dass in Zukunft Formelautos in der Nachwuchspyramide eingesetzt werden, sodass Männer und Frauen gleichberechtigt antreten können.

"Unser Ziel ist es, in den nächsten zwei bis drei Jahren Fahrerinnen in der Formel 3 zu sehen, die rasch um Punkte und Podestplätze kämpfen können. Das Ziel ist es, das Feld in naher Zukunft zu vergrößern, denn wir hoffen, dass diese Kategorie mehr junge Mädchen dazu inspirieren wird, Motorsport auf höchstem Niveau zu betreiben", so bin Sulayem.

James Allen, Motorsport Network President with Mohammed bin Sulayem, FIA President.

James Allen, Motorsport Network President with Mohammed bin Sulayem, FIA President.

Und das weist uns auf eine weitere potenzielle Herausforderung für Frauen im Motorsport hin - das Fehlen eines Ökosystems, von Vorbildern und eines Weges, der es ihnen ermöglicht, schon in jungen Jahren an Wettkämpfen teilzunehmen.

"Wir brauchen mehr Frauen im Kartsport", sagt Kate Beavan, Anwältin und ehemalige Leiterin der Formel-1-Experience, die sich nun der Initiative "More than Equal" als wichtige Beraterin angeschlossen hat. "Wenn wir die Zahl der Mädchen im Kartsport erhöhen und ihnen den Weg in die Formelserien ebnen können, werden wir mit größerer Wahrscheinlichkeit mehr Talente entdecken, die wir für den Spitzensport ausbilden können", so Beavan.

Die FIA ist auf Vielfalt eingestellt und ihre mentale Einstellung wird auch die Einstellung in den Nachwuchsklassen verändern. Das Fehlen von überragenden Vorbildern wie Max Verstappen oder Lewis Hamilton kann sich auf die "Ich kann"-Fähigkeit eines jungen Mädchens auswirken, wenn sie das einzige Mädchen in einer Gruppe mit einem Dutzend Jungs ist.

Trotz dieser Diskussionen wurde bisher nur wenig darüber geforscht, welche Hindernisse sich am stärksten auf die Fortschritte von Frauen im Motorsport auswirken. Es ist ein viel besseres Verständnis der Probleme erforderlich, einschließlich anekdotischer Belege von Frauen auf unterschiedlichen Ebenen des Motorsports, um ihre Herausforderungen zu verstehen und einen datenbasierten Ansatz zur Ermittlung der Lösung und/oder Beseitigung der Hürden zu verfolgen.

Entsprechende Informationen von männlichen Interessenvertretern, um die (Fehl-)Ausrichtung zu verstehen, sind ebenfalls erforderlich, ebenso wie Gespräche mit Interessenvertretern auf unterschiedlichen Stufen des Motorsports und mit Fans, um die tatsächlichen und wahrgenommenen Hindernisse zu verstehen und ein Klima für Veränderungen zu schaffen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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