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Drei Red-Bull-Proteste gegen Mercedes: "Die Handschuhe sind aus!"

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Drei Red-Bull-Proteste gegen Mercedes: "Die Handschuhe sind aus!"
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble

Gibt es nach drei Protesten an einem Wochenende eine neue Rivalität zwischen Mercedes und Red Bull? Beide Seiten wiegeln ab, Toto Wolff kann Proteste verstehen

Entwickelt sich zwischen Mercedes und Red Bull eine neue Fehde? Bisher hatte man in diesem Jahr eine Allianz gegen Ferrari aufgebaut, was vor allem mit der Motorengeschichte zu tun hatte, doch in Spielberg legte Red Bull gleich dreimal Protest gegen Mercedes ein und stritt sich danach auch wegen der Kollision zwischen Lewis Hamilton und Alexander Albon miteinander.

"Die Samthandschuhe sind ausgezogen", sagt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff über die neue politische Aggressivität der Bullen. Jedoch kann er die Proteste der Konkurrenten auch einigermaßen verstehen: "Der Protest am Freitag war in Ordnung", findet der Österreicher. "Wenn man Gewissheit haben möchte, kann man das machen."

Red Bull hatte schon zu Beginn des Jahres angekündigt, gegen das revolutionäre DAS-System von Mercedes zu protestieren. Denn das Team wollte die Klarstellung, dass Mercedes innerhalb der Regeln operiert. "Die Fahrer wurden im Rennen angewiesen, die Reifentemperatur zu kontrollieren. Ist das Lenken?", fragt sich Teamchef Christian Horner.

"Doch wie auch immer, es wurde für legal eingestuft", ist die Angelegenheit für ihn damit beendet. "Es ist, wie es ist. Und jetzt haben die Teams natürlich die Wahl, ob sie ihr eigenes System entwickeln wollen."

Der zweite Protest folgte am Samstag nach dem Qualifying, weil Lewis Hamilton nach dem Abflug von Teamkollege Valtteri Bottas trotz gelber Flaggen nicht vom Gas gegangen sei. Die Rennkommissare sprachen den Briten zunächst frei, doch dank neuer Videoaufnahmen legte Red Bull am Sonntagmorgen erneut Einspruch ein und sorgte so für eine Strafversetzung.

"Wenn du neue Beweise hast, dann geben das die Regeln her", sieht Toto Wolff auch darin eine legitime Aktion von Red Bull. "Das muss man dann so hinnehmen." Trotzdem merkt er an, dass es zwischen den beiden Rennställen nun ernst wird.

 

Red-Bull-Teamchef Christian Horner sieht jedoch keine größere Rivalität zu Mercedes aufkommen: "Nicht wirklich", winkt er ab. "Wir haben ja schon von Beginn an gesagt, dass wir die Legalität des DAS-Systems anzweifeln." Und dass man bei der FIA nachfragt, wieso Hamilton nicht strafversetzt wird, während Max Verstappen in Mexiko eine Strafe erhalten hatte, dürfte auch nachvollziehbar sein.

Auch Lewis Hamilton wird befragt, ob es böses Blut zwischen den Rennställen gibt: "Da kann ich nicht viel zu sagen" zuckt er jedoch mit den Schultern. "Ich denke nicht zu sehr an das Negative. Die Kämpfe im Hintergrund sind alle politisch. Am Ende ist dies ein Machtkampf zwischen ein paar einzelnen Individuen."

Weitere Co-Autoren: Luke Smith. Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Autor Norman Fischer