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Die kontroversesten Stallordern in der Formel-1-Geschichte

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Die kontroversesten Stallordern in der Formel-1-Geschichte
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03.10.2019, 11:09

Eine Stallregie kann für ein Team eine Möglichkeit sein, das bestmögliche Ergebnis einzufahren - Teilweise geht so etwas aber auch ziemlich nach hinten los ...

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Russland 2019

Russland 2019
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Foto: : Jerry Andre / Motorsport Images

Ferrari sorgte in Sotschi 2019 für heftige Diskussionen, als man Sebastian Vettel anwies, Charles Leclerc die Führung zu überlassen. Der Deutsche widersetzte sich, und Ferrari drehte die Positionen später an der Box. In der Geschichte der Formel 1 nicht das erste Mal, dass eine Stallregie für Schlagzeilen sorgte ...

"Let Michael pass for the championship!"

"Let Michael pass for the championship!"
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Foto: : LAT Images

Der größte Aufreger der Saison 2002. In der letzten Kurve überlässt Rubens Barrichello Ferrari-Teamkollege Michael Schumacher den Sieg in Spielberg. Die Folge: Buhrufe auf dem Podium, ein peinlich berührter Schumi und eine Million US-Dollar Strafe für Ferrari.

"Let Michael pass for the championship!"

"Let Michael pass for the championship!"
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Foto: : LAT Images

Übrigens: Der berühmte Satz "Let Michael pass for the championship!" fällt in Österreich bereits ein Jahr zuvor - und wird damals sogar live im TV übertragen. Da muss Barrichello aber "nur" Platz zwei an Schumi abtreten. In beiden Jahren hätte der übrigens auch ohne Stallorder klar den Titel gewonnen.

Frankreich 1951

Frankreich 1951
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Foto: : LAT Images

Ja, Stallregie gibt es auch schon in der zweiten Formel-1-Saison der Geschichte - und was für eine! Nachdem am Alfa Romeo von Juan Manuel Fangio Probleme auftreten, wird Teamkollege Luigi Fagioli an die Box gerufen, um dem Argentinier sein Auto zu überlassen. Damals ist das erlaubt.

Frankreich 1951

Frankreich 1951
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Foto: : LAT Images

Fangio gewinnt das Rennen anschließend und trägt sich damit gemeinsam mit Fagioli in die Siegerliste ein. Doch der Italiener ist so sauer, dass er anschließend zurücktritt und nie wieder einen Grand Prix fährt. Immerhin: Mit 53 Jahren ist er der bis heute älteste Formel-1-Sieger aller Zeiten - dank Fangio.

"Fernando is faster than you"

"Fernando is faster than you"
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Foto: : Sutton Images

Acht Jahre nach Spielberg sorgt die Scuderia wieder für einen Aufreger. 2010 muss Felipe Massa Fernando Alonso den Sieg in Hockenheim überlassen. Weil Stallregie damals verboten ist, erhält Massa einen "codierten" Funkspruch - der aber nicht so schwer zu entschlüsseln ist.

"Fernando is faster than you"

"Fernando is faster than you"
7/23

Foto: : Sutton Images

Bei den Worten "Fernando ist schneller als du. Hast du diese Nachricht verstanden?" ist jedem Zuschauer klar, was gemeint ist. Massa geht deutlich vom Gas und lässt Alonso vorbei. Besonders bitter für den Brasilianer: Bis zum Ende seiner Formel-1-Karriere im Jahr 2017 gewinnt er anschließend nie wieder ein Rennen.

"Multi 21"

"Multi 21"
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Foto: : Charles Coates / Motorsport Images

Beim Großen Preis von Malaysia 2013 führt Red-Bull-Pilot Mark Webber vor Teamkollege Sebastian Vettel. Die beiden bekommen die Anweisung, die Positionen zu halten. Vettel hat allerdings andere Pläne, überholt und gewinnt das Rennen schließlich. Die Stimmung auf dem Podium: frostig.

"Multi 21"

"Multi 21"
9/23

Foto: : LAT Images

Auch Webber gewinnt anschließend nie wieder einen Grand Prix, am Ende des Jahres beendet er seine Formel-1-Karriere. Die fünf gemeinsamen Red-Bull-Jahre mit Vettel sind ohnehin von Kontroversen überschattet. Man denke zum Beispiel an den Crash der beiden 2010 in Istanbul ...

Australien 1998

Australien 1998
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Foto: : LAT Images

Mika Häkkinen fährt beim Saisonauftakt dem Sieg entgegen, bis er nach einem Missverständnis unnötigerweise an die Box kommt und so die Führung an seinen McLaren-Teamkollegen David Coulthard verliert. Der Schotte erhält daraufhin die Anweisung, Häkkinen die Führung zurückzugeben.

Australien 1998

Australien 1998
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Foto: : LAT Images

Coulthard gehorcht, und Häkkinen steht beim ersten von insgesamt fünf McLaren-Doppelsiegen in diesem Jahr ganz oben. Der Platztausch ist übrigens kein Problem, denn das komplette restliche Feld hat im Ziel mehr als eine Runde Rückstand auf die überlegenen Silberpfeile.

Belgien 1998

Belgien 1998
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Foto: : LAT Images

McLaren sorgt in diesem Jahr nicht für den einzigen Aufreger. Nachdem beim Chaosrennen in Spa ein Favorit nach dem anderen ausscheidet, findet sich das Jordan-Team plötzlich auf den Plätzen eins und zwei wieder. Damon Hill führt vor Ralf Schumacher - und meldet sich daraufhin am Funk.

Belgien 1998

Belgien 1998
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Foto: : LAT Images

Der Weltmeister von 1996 schlägt eine Teamorder vor, um den Doppelsieg abzusichern. Das Team stimmt zu. Obwohl Schumacher deutlich schneller ist, darf er seinen Teamkollegen nicht attackieren. Für Hill ist es der letzte Sieg in der Formel 1, Schumacher feiert seinen ersten Grand-Prix-Sieg erst 2001. Es folgen noch fünf weitere.

Brasilien 1981

Brasilien 1981
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Foto: : David Phipps

Sebastian Vettel ist nicht der erste Pilot, der sich einer Teamorder widersetzt. Schon mehr als 30 Jahre zuvor sorgt Carlos Reutemann bei Williams für Ärger, weil er sich beim zweiten Saisonrennen weigert, Alan Jones den Sieg zu überlassen. Der ist so sauer, dass er anschließend das Podium schwänzt.

Brasilien 1981

Brasilien 1981
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Foto: : LAT Images

Doppelt ärgerlich für Reutemann: Sein Alleingang bringt ihm in der Endabrechnung nichts, am Ende des Jahres fehlt ein Punkt auf Weltmeister Nelson Piquet. Jones wird WM-Dritter mit vier Punkten Rückstand. Zumindest die Team-WM gewinnt Williams in dem Jahr deutlich - wenn man von einem "Team" sprechen kann ...

"Crashgate"

"Crashgate"
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Foto: : Sutton Images

Teamorder mal anders: Fernando Alonso gewinnt 2008 dank einer Safety-Car-Phase, die von seinem Renault-Teamkollegen Nelson Piquet jun. ausgelöst wird. Zufall? Nein, denn später kommt heraus, dass der Brasilianer absichtlich gecrasht ist, um Alonso den Sieg zu ermöglichen - auf Anweisung des Teams.

"Crashgate"

"Crashgate"
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Foto: : Renault F1

Nachdem er 2009 von Renault rausgeworfen wird, macht Piquet die Sache öffentlich. Die Folge: Flavio Briatore und Pat Symonds müssen gehen, Renault verliert seinen Hauptsponsor und wird zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Den Sieg dürfen Renault und Alonso allerdings behalten.

Prost vs. Senna

Prost vs. Senna
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Foto: : Rainer W. Schlegelmilch

Wer hat hier wen hintergangen? Zwischen den beiden McLaren-Piloten gibt es 1989 in Imola die Abmachung, dass derjenige, der die erste Kurve gewinnt, auch das Rennen gewinnen darf. Das ist zunächst Senna. Doch nach einem schweren Unfall von Gerhard Berger wird das Rennen abgebrochen.

Prost vs. Senna

Prost vs. Senna
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Foto: : Steven Tee / Motorsport Images

Den Neustart gewinnt Prost. Wer ist nun im Recht? Senna überholt Prost später und gewinnt das Rennen. Das schmeckt dem Franzosen natürlich nicht, weil er den Re-Start gewonnen hatte. Senna sieht sich dagegen im Recht, weil er beim ursprünglichen Start vorne war. Die Rivalität der beiden soll sich in der Saison noch weiter zuspitzen ...

Imola 1982

Imola 1982
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Foto: : Ercole Colombo

Nein, Imola scheint kein gutes Pflaster zu sein, wenn es um Stallregie geht ... Bereits sieben Jahre vor Prost und Senna gibt es Ärger, als Ferrari seinen Piloten auf P1 und P2 die Anweisung gibt, etwas Tempo herauszunehmen. Didier Pironi nimmt das allerdings nicht ganz so genau, überholt Gilles Villeneuve und gewinnt.

Imola 1982

Imola 1982
21/23

Foto: : LAT Images

Tragisch: Villeneuve erklärt anschließend, er werde nie wieder mit Pironi sprechen. So kommt es tatsächlich, denn zwei Wochen später verunglückt der Kanadier in Belgien tödlich. Auch Pironis Karriere endet nach einem schweren Unfall später im Jahr.

Wingman Bottas

Wingman Bottas
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Foto: : Steve Etherington / Motorsport Images

Auch 2018 sorgt der Große Preis von Russland schon für Diskussionen. Dieses Mal steht aber nicht Ferrari sondern Mercedes im Mittelpunkt. Der Leittragende ist Valtteri Bottas, der Teamkollege Lewis Hamilton den Sieg überlassen muss. Die Silberpfeile feiern am Ende einen Doppelerfolg.

Wingman Bottas

Wingman Bottas
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Foto: : Steve Etherington / Motorsport Images

Bemerkenswert ist das Rennen vor allem deshalb, weil Mercedes stets die Chancengleichheit beider Piloten betont. Doch weil Hamilton noch um den Titel kämpft und Bottas nicht mehr, erhält der Brite den Vorzug. Am Ende des Jahres gilt aber auch hier: Den Titel hätte er auch ohne Stallregie klar gewonnen.

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Rennserie Formel 1
Autor Ruben Zimmermann