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Dominiert Charles Leclerc jetzt die Formel-1-WM 2022?

Charles Leclerc hat in der WM schon mehr als einen Sieg Vorsprung auf seinen nächsten Verfolger: Er schwärmt von Ferrari, blickt aber noch nicht in Richtung Titel

Ist Charles Leclerc fast schon der neue Formel-1-Weltmeister 2022? Zumindest ist der Ferrari-Pilot nach den ersten drei Saisonrennen der große Favorit auf den Titel. 71 Punkte hat der Monegasse schon gesammelt und damit 34 Punkte mehr als sein erster Verfolger George Russell - das ist mehr als ein Rennsieg zum WM-Stand.

Fast 30 Jahre müssen wir zurückschauen, dass ein solcher Vorsprung in der WM noch gekippt wurde: Damals hatte Ayrton Senna ebenfalls mehr als einen Sieg Vorsprung herausgefahren, musste sich am Ende aber Alain Prost geschlagen geben - damals übrigens bei nur 16 WM-Läufen.

"34 Punkte Vorsprung sind okay", sagt Leclerc selbst. "So einen Vorsprung zu haben, ist zu jedem Zeitpunkt gut, aber aktuell möchte ich mich nicht zu sehr auf die Meisterschaft fokussieren." Dabei hätte der Ferrari-Pilot aktuell gute Gründe für viel Selbstvertrauen.

Denn Melbourne war eine echte Demonstration der Stärke. Zum ersten Mal seit 2010 konnte wieder ein Ferrari-Pilot einen Grand Slam einfahren: Leclerc holte im Albert Park die Poleposition, den Sieg, die schnellste Rennrunde und führte dabei jede einzelne Runde an.

Leclercs einfachster Sieg?

"Es war schon der erste Sieg, bei dem ich den Abstand etwas kontrollieren konnte", gibt Leclerc zu und sagt, dass Ferrari selbst überrascht von der Pace war. "Natürlich habe ich das ganze Wochenende über gute Arbeit geleistet, aber ohne das Auto wäre das nicht möglich gewesen. Und das war vor allem in Sachen Rennpace extrem stark."

Vor allem beim Thema Reifenabbau war Ferrari gegenüber Red Bull am Sonntag stark im Vorteil. Während die Medium-Reifen von Max Verstappen ziemlich schnell mit Graining zu kämpfen hatten, konnte Leclerc beständig eine starke Pace gehen.

"Wir hatten erwartet, dass Red Bull dann auf dem Hard etwas näher dran sein würde, doch auch da schienen wir die Oberhand zu haben", sagt ein "sehr glücklicher" Charles Leclerc. "Nach dem Qualifying und dem zweiten Training hatten wir diesen Performance-Unterschied nicht erwartet. Das war eine sehr schöne Überraschung."

Aktuelle Performance keine Selbstverständlichkeit

Generell scheint Ferrari für 2022 ein gutes Paket hingestellt zu haben. Das Auto ist trotz auftretendem Porpoising schnell, der Motor ist leistungsstark, und vor allem ist das Auto bislang auch zuverlässig - der bislang größte Pluspunkt gegenüber Red Bull.

"Es liegt in den Händen der Jungs in Maranello, einen stärkeren und zuverlässigen Motor und ein gutes Auto zu bauen, und das haben sie in dieser Saison geschafft", lobt Leclerc sein Team. "Ich bin unglaublich glücklich und unglaublich stolz, für Ferrari zu fahren. Das zeigt einfach, wie großartig sie sind."

Der Monegasse weiß, dass das nach den vergangenen beiden Jahren keine Selbstverständlichkeit war. Vor allem 2020 war mit Platz sechs eine herbe Enttäuschung, von der man sich 2021 zumindest gut erholen konnte. "Aber es war nicht gegeben, dass wir wieder zurück auf diesem Niveau sein würden. Aber wir sind es und müssen jetzt weiter Gas geben."

Denn die Saison ist noch lang. 20 Rennen warten noch auf die Piloten, sodass Leclerc noch nicht an die Meisterschaft denken möchte. "Aber wir haben ein sehr starkes und sehr zuverlässiges Auto und waren bislang in allen drei Rennen vorne dabei. Ich hoffe, dass das so weitergeht. Und wenn es das tut, dann haben wir auch Chancen auf den Titel."

In Imola nicht übertreiben

Als nächstes steht mit Imola ein Heimspiel für die Scuderia auf dem Programm. "Das wird verrückt werden", sagt Leclerc. "Italien ist für uns natürlich immer unglaublich, von daher kann ich es kaum erwarten."

Er weiß, dass das Heimspiel noch einmal ein zusätzlicher Schub für sein Team sein wird. Allerdings weiß er auch, dass Ferrari aktuell überhaupt gar nicht versuchen muss, noch mehr herauszuholen. "Wir arbeiten schon seit Saisonbeginn extrem gut. Und ich möchte, dass das so bleibt. Wir müssen es nicht für unser Heimspiel übertreiben", betont er.

"Wir werden uns einfach auf unseren Job fokussieren und versuchen, nicht zu sehr im Blick zu haben, wo wir in der Meisterschaft stehen und wo wir gerade fahren", so Leclerc. Zumindest steht fest, dass er Imola auf jeden Fall als WM-Führender verlassen wird.

Aber: Auch 1993 war Imola das vierte Saisonrennen. Der bis dahin souverän führende Senna schied dort aufgrund eines technischen Defektes aus, während der spätere Weltmeister Alain Prost das Rennen gewann. Leclerc dürfte hoffen, dass sich Geschichte in diesem Fall nicht wiederholt.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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