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Drei Zehntel hinter Ferrari: Mercedes in Monza nur zweite Kraft

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Drei Zehntel hinter Ferrari: Mercedes in Monza nur zweite Kraft
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31.08.2018, 17:28

Sowohl bei der Zeitenjagd als auch im Longrun fehlt immer ein bisschen: Mercedes lag am Freitag in Monza hinter Ferrari zurück, doch noch gibt es Hoffnung

Nach den jüngsten Fortschritten bei Ferrari kam es nicht überraschend: Mercedes ist zumindest bei Trockenheit am Freitag beim Großen Preis von Italien 2018 zweite Kraft hinter Ferrari gewesen. Lewis Hamilton und Valtteri Bottas mussten es nicht nur mit der überlegenen Leistung der Ferrari-Antriebseinheiten im Königlichen Park aufnehmen, sondern auch mit Untersteuer-Problemen am Ausgang der Schikanen.

Etwa drei Zehntelsekunden trennen Hamilton (1:21.392 Minuten) am Ende des zweiten Freien Trainings von der Bestzeit von Sebastian Vettel von 1:21.105 Minuten. Einen vergleichbaren Abstand hatte er in den Longruns am Ende der Sitzung. Bottas war noch einmal vier Zehntel langsamer im Gesamtklassement und war wie Hamilton auch auf den Longruns leicht langsamer als die Ferraris von Vettel und Kimi Räikkönen.

Freitag in Monza:

Es sind nur wenige Zehntelsekunden, die sich aber über die Runden aufaddieren. " Es ist wie in Spa: Meine Runden fühlten sich gut an, aber Ferrari war heute ein bisschen schneller", bemerkt Lewis Hamilton. Valtteri Bottas fügt hinzu: "Ferrari war im Trockenen wie erwartet schnell." Und sogar schneller als es die Zeitenliste darstellt: Nimmt man Vettels beste Sektoren zusammen, beträgt der Vorsprung auf Hamiltons theoretisch beste Runde eine halbe Sekunde.

Untersteuern am Schikanen-Ausgang

Mercedes kämpfte am Freitag mit Untersteuern am Ausgang der Schikanen. Mehrfach nahm Lewis Hamilton leicht den Kies am Ausgang der Variante della Roggia mit. Valtteri Bottas strauchelte zu Beginn des Trainings mit heftigem Untersteuerns ausgangs der Rettifilo-Schikane zu Beginn der Runde. Mit zunehmendem Gummiabrieb auf der Ideallinie schien sich das Phänomen abzuschwächen.

Fotos: Großer Preis von Italien 2018

Überraschenderweise findet Bottas: "Verglichen mit Spa fühlte sich das Auto in langsamen Ecken besser an, was ein guter Schritt in die richtige Richtung ist." Demzufolge muss das Auto in Belgien in solchen Kurven wirklich katastrophal gewesen sein…

Luft nach oben lässt hoffen

Immerhin gibt es Hoffnung: Mercedes sah in den Freitags-Longruns in den vergangenen Rennen tendenziell schwächer aus als sie es am Sonntag tatsächlich waren. Dank einiger Updates im vorderen Bereich des Chassis, die gut zu funktionieren scheinen, scheinen die Silbernen weniger weit weg von der Spitze zu sein als man angesichts des Motorenvorteils bei Ferrari hätte erwarten können.

 

Und noch ist die Mannschaft aus Brackley nicht am Ende ihres Lateins. "Wir haben in einigen Bereichen Defizite erkannt, bei denen wir hoffentlich bis zum Qualifying kleine Fortschritte erzielen können", verspricht Hamilton. Und auch Bottas redet von möglichen Verbesserungen vor dem Qualifying. Noch ist also nicht aller Tage Abend, wobei auch Vettel vor allem in der Parabolica seinerseits noch Reserven hat.

Einziger Wermutstropfen: Aufgrund des langen Boxenaufenthalts während des verregneten ersten Trainings (O-Ton Hamilton: "Einmal bin ich sogar etwas im Auto eingedöst!") und der Roten Flagge durch den Unfall von Marcus Ericsson zu Beginn des zweiten Trainings war die Zeit begrenzt, in denen Daten gesammelt werden konnten. "Uns blieb jedoch nicht die normale Zeitspanne, um am Feintuning des Autos zu arbeiten", sagt Chefingenieur Andrew Shovlin. Aber das gilt ja bekanntlich an diesem Tag für alle Teams. "Deshalb werden wir uns heute Abend ansehen, was wir machen können, um etwas mehr Speed zu finden."

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