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E-Fuels nur der Anfang: Formel 1 kündigt grüne PR-Kampagne an

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E-Fuels nur der Anfang: Formel 1 kündigt grüne PR-Kampagne an
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper
12.08.2019, 14:48

Chase Carey kündigt eine PR-Kampagne für die Formel 1 an, in denen die grünen Aspekte des Motorsports hervorgehoben werden sollen

Die Debatte um Umwelt- und Klimaschutz hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Fahrt gewonnen und auch der Motorsport kann sich dem Thema nicht entziehen. Die Formel 1 hat jüngst angekündigt, ab 2021 auf synthetische Kraftstoffe setzen zu wollen. Die klimafreundlichen E-Fuels sind jedoch nur der Anfang einer größeren Initiative.

Formel-1-Chef Chase Carey kündigt eine umfangreiche PR-Kampagne an, die den hohen Wirkungsgrad der derzeitigen Hybridaggregate in den Vordergrund rücken und damit auf die Nachhaltigkeit der Formel 1 aufmerksam machen soll.

Obwohl die Formel 1 bereits im Jahre 2014 versucht hat, mit den neuen Hybridmotoren ein Zeichen zu setzen, wurde die Message von der Öffentlichkeit noch nicht wahrgenommen. Das zeigte sich erst jüngst vor dem Großen Preis von Deutschland.

In einem Gespräch mit Wall-Street-Analytikern sagt Carey: "Eine unserer Prioritäten ist eine wenig erzählte Geschichte der Formel 1. Es geht um die Bemühungen von unserer Seite in Sachen Nachhaltigkeit. Da werden wir deutlich mehr ab Herbst tun."

"Der Hybridmotor war ein unglaublicher Schritt nach vorn hinsichtlich des Wirkungsgrades, während die hohe Leistung erhalten blieb." Die 1,6-Liter-V6-Turbos gewinnen mittels der MGU-H Teile der im Abgasstrang gebündelten Energie zurück und geben diese über einen Elektroantrieb wieder ab. Mercedes berichtete bereits von einem Wirkungsgrad von 50 Prozent - für einen Ottomotor ein gigantischer Wert.

Renault-V6-Hybridmotor

Die Motoren sind effizienter denn je, doch die Öffentlichkeit weiß davon kaum etwas

Foto: Renault Sport F1

Motoreneffizienz im Fokus, weitere Maßnahmen in der Hinterhand

"Außerdem arbeiten wir aggressiv an Dingen wie synthetischen Kraftstoffen und arbeiten eng mit der Ölindustrie an E-Fuels, Biokraftstoffen und Wasserstoffantrieben", so Carey weiter. "Man wird sehen, wie bis zum Ende des Jahres der Nachhaltigkeitsaspekt mehr und mehr in den Vordergrund rücken wird." Partner der Formel 1, mit denen er gesprochen hat, seien von diesen Ideen begeistert.

"Außerdem glaube ich, dass der Umweltaspekt für jeden wichtig ist. Ein großer Teil konzentriert sich darauf, wie die Emissionen des Verbrennungsmotors reduziert wurden. Außerdem werden wir weitere umwelttechnisch angehauchte Initiativen rund um unsere Events implementieren. Das ist eine multidimensionale Angelegenheit."

Im Vordergrund werde jedoch die Kommunikation der supereffizienten Verbrennungsmotoren mit ihren niedrigen Emissionen stehen. "Ich denke, das hat für uns mehr Pluspunkte als alles andere."

Mit Toto Wolff hat Carey bereits einen Verbündeten bei der Jagd nach Nachhaltigkeit. "Alles dreht sich um Nachhaltigkeit und darum, CO2-neutral zu werden", sagt der Mercedes-Motorsportchef. "Die jüngeren Menschen sind kaum noch an V12 interessiert. Das muss man im Hinterkopf haben."

"Wir haben den effizientesten und kraftvollsten Motor in diesen Fahrzeugen und der technische Fortschritt hat diese Autos zu fantastischen Hightech-Maschinen gemacht. Und genau diese Technologie wandert auch in die Straßenfahrzeuge."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Autor Heiko Stritzke