Ecclestone zu Liberty-Deal: "Ich soll noch drei Jahre lang bleiben"

Vor dem Hintergrund der im Raum stehenden Übernahme der Formel 1 durch Liberty Media wurde Bernie Ecclestone gebeten, bis auf Weiteres an Bord zu verbleiben.

Die Zukunft von Bernie Ecclestone war während der vergangenen Tage Thema großer Spekulationen. Schließlich steht eine Übernahme der von CVC Capital gehaltenen Formel-1-Anteile durch das Medienunternehmen Liberty Media bevor.

Demnach soll sich der US-amerikanische Entertainmentgigant kurz vor der Unterzeichnung eines Übernahmevertrags in Höhe von 8,5 Milliarden US-Dollar befinden. Mit einer offiziellen Bekanntgabe des Deals wird noch vor dem anstehenden Grand Prix von Singapur (18. September) gerechnet.

Zwar wird allgemein erwartet, dass Chase Carey im Zusammenhang mit dem Liberty-Deal der neue Formel-1-Boss wird, doch Bernie Ecclestone offenbart, dass er angefragt wurde, ebenfalls Teil des neuen Gesamtkonstrukts zu bleiben. "Sie wollen, dass ich noch drei Jahre lang bleibe", wird Ecclestone von der Nachrichtenagentur Reuters zitiert.

Ursprünglich war bereits für diese Woche mit einer Bekanntgabe gerechnet worden. Nun aber wird wohl erst das kommende Treffen des Formel-1-Vorstands abgewartet, bis Carey zum neuen Boss der Königsklasse ernannt wird. Ecclestone selbst ist sich bezüglich des Timings noch im Unklaren.

"Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass es irgendjemand weiß – unsere Freunde von Liberty nicht und auch Donald Mackenzie (CVC-Boss; Anm. d. Red.) nicht", so der 85-jährige Formel-1-Zampano, der jedoch ankündigt, dass ihn die Verhandlungen von einem Vor-Ort-Besuch in Singapur abhalten werden.

"Vor dem Hintergrund all dessen, was gerade läuft, wollen sie mich dabei haben, sodass ich ich ihnen bei allen möglichen Dingen helfen kann. Ich kann es mir nicht erlauben, fünf oder sechs Tage lang nicht da (in London; Anm. d. Red.) zu sein", bemerkt Ecclestone.

Grundsätzlich wurde die kolportierte Übernahme der Formel 1 durch ein Medienunternehmen aus den USA in vielen Lagern mit Wohlwollen aufgenommen. Ecclestone selbst glaubt, dass die Formel 1 mit Chase Carey im Boot vor allem auf dem Social-Media-Sektor deutlich expandieren kann.

"Er kann viele Sachen vollbringen, die beim Thema Social Media bislang nicht umgesetzt wurden. Das scheint sein Ding zu sein. Er spricht mit seinen TV-Leuten über Sponsoring und wir werden uns irgendwie einig werden", so Ecclestone über Carey.

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