Einzige Chance in der Formel 1: Daniil Kvyat hofft, 2017 bei Toro Rosso bleiben zu können

Noch hat Daniil Kvyat keinen Vertrag für nächste Saison, würde aber gerne bei seinem aktuellen Team, Toro Rosso, bleiben.

Als der Russe 2014 in die Formel 1 kam, gab er mit Toro Rosso sein Debüt, schon ein Jahr später wurde er zu Red Bull Racing befördert – als Nachfolger von Sebastian Vettel, der zu Ferrari wechselte.

Die Freude dauerte aber nur etwas mehr als eine Saison. 2016 war nach dem vierten Rennen Schluss. Platztausch mit dem neuen Shootingstar Max Verstappen und Rückversetzung zum Nachwuchsteam, nachdem Kvyat ausgerechnet Vettel in Sochi zwei Mal ins Heck gefahren war.

Damals schien es nur eine Frage der Zeit, bis der 22-Jährige endgültig seinen Hut nehmen muss. Sowohl sein Chef Franz Tost als auch Red-Bull-Racing-Teamchef Christian Horner halten ihm aber die Stange und Kvyat würde gerne weiter im Red-Bull-Kader bleiben. 

„Toro Rosso wäre eine fantastische Option. Ich mag das Team und ich glaube, sie mögen mich auch“, sagte Kvyat gegenüber Motorsport.com. „Ich glaube, dass die Regeln nächstes Jahr meinem Fahrstil eher entgegenkommen sollten. Ich finde, James [Key, Technischer Direktor bei Toro Rosso], hat bewiesen, dass er ein wirklich gutes Auto bauen kann.“

Zwar sei Toro Rosso finanziell etwas eingeschränkt, „aber das Auto ist von Beginn an sehr konkurrenzfähig. Ich glaube, dass das auch nächstes Jahr so sein wird. Es wird also sehr interessant sein, hier zu sein.“

Mittlerweile scheint seine Frustration, von Red Bull Racing zu Toro Rosso zurückversetzt worden zu sein, überwunden und seine Freude am Rennfahren zurückgekommen zu sein.

„Als ich zu Toro Rosso kam, habe ich mich schnell wieder wohlgefühlt. Bei meinem zweiten Mal und in meinem ersten Jahr haben mich alle im Team sehr unterstützt“, sagte Kvyat. „Wann immer es ein Problem mit dem Auto gibt, springen alle. Wenn es Probleme gibt, ich mich im Auto nicht wohlfühle oder so, dann versucht jeder zu helfen, dass man sich besser fühlt.“

Dafür sei er sehr dankbar, betonte der junge Mann aus Ufa. „Das rechne ich ihnen hoch an. Ich bin diesen Jungs für ihre Hilfe sehr, sehr dankbar. Ich habe sehr gute Leute um mich herum. Ich denke aber, wir haben noch Zeit, alles gemeinsam zu entscheiden. Ich glaube, dass die Entscheidung nicht mehr lange auf sich warten lässt.“

Das Gespräch führte Jonathan Noble

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