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Erster Fahrer kratzt an Motorenstrafe: Sainz mit zweiter und letzter MGU-K

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Erster Fahrer kratzt an Motorenstrafe: Sainz mit zweiter und letzter MGU-K
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble
28.03.2019, 16:17

Carlos Sainz muss nach seinem MGU-K-Schaden bereits das zweite von nur zwei erlaubten Elementen einsetzen - McLaren fehlt "eine halbe Sekunde" auf Haas

Carlos Sainz ist der erste Pilot, der in der Formel 1 2019 unmittelbar vor einer Motorenstrafe steht. Der Spanier muss nach seinem MGU-K-Schaden von Australien eine neue Einheit in seinen McLaren verbauen und hat damit seinen einzig erlaubten Wechsel bereits nach dem ersten Saisonrennen verbraucht. Jeder Fahrer darf in der laufenden Saison nur zwei MGU-Ks straffrei einsetzen.

"In Runde elf des ersten Rennens auszuscheiden, ist nicht gut genug", fordert der Spanier von Motorenpartner Renault Besserung. Die Franzosen hätten das Problem in der Zwischenzeit begutachtet und "den Grund hoffentlich gefunden", wie Sainz anmerkt. "Wir werden einige Lösungen für das Rennen haben, und ob sie funktionieren oder nicht, werden wir sehen."

McLaren hatte bereits bei den Testfahrten in Barcelona Probleme mit der MGU-K, die Sainz als "Schwachpunkt des Autos" ausmacht. "Wir müssen daran arbeiten, um sicherzustellen, dass wir nicht noch mehr Punkte in die Tonne schmeißen, weil wir bereits in Australien einige davon weggeschmissen haben."

Enger Mittelfeld-Kampf - hinter Haas

Abgesehen davon sei er mit der neuen Power-Unit von Renault aber zufrieden: "Wir bekommen sowohl im Rennen als auch im Qualifying eine gute Leistung. Im Vorjahr fehlten uns bei den Topspeeds in jeder Qualifying-Session zehn bis zwölf km/h, und in diesem Jahr scheinen es nur zwei bis drei zu sein." Das liege zum einen am Abtrieb, aber auch am verbesserten Motor.

 

In Sachen Entwicklung gehe es bei McLaren und Renault in die richtige Richtung. Sainz wähnt sich und sein Team definitiv im Mittelfeld, auch wenn in Australien schon in Q1 Schluss war - Kubica hatte ihn aufgehalten. Doch abgesehen von den beiden Haas hält der Spanier alle Mittelfeld-Teams für Q1-Aus-gefährdet, wenn nicht alles passt. Das bedeutet auch, dass man womöglich mehr Risiko eingehen muss.

Was McLaren in diesem Jahr leisten kann, vermag er nicht zu sagen, doch zumindest zu Haas fehlt dem Team laut dem Spanier eine halbe Sekunde. Diese aufzuholen, sei mehr als schwierig. "Sie werden auch nicht stillstehen, von daher muss man mindestens sieben oder acht Zehntelsekunden entwickeln, was eine Menge ist. Meine Vorhersage ist daher: Es wird sehr, sehr schwierig werden - und zwar für alle."

Norris: Rennpace nicht schlecht

Teamkollege Lando Norris kämpft derweil noch mit Rookie-Schwierigkeiten. Nach Australien gab er zu, dass er sich lange nicht getraut habe, Antonio Giovinazzi anzugreifen. Das hatte ihn letzten Endes einen Platz unter den Top 10 gekostet. Platz zwölf sei nach dem starken Qualifying zwar enttäuschend gewesen, generell sei er mit seinem ersten Formel-1-Wochenende aber zufrieden: "Mehr hätte ich nicht verlangen können", sagt er.

Die schwächere Rennperformance hat für ihn nichts zu heißen: "Ich denke nicht, dass unsere Rennpace schlecht war. Es lief einfach nicht so sauber wie im Qualifying", winkt er ab. Und für Sainz ist McLaren "vielleicht nicht das beste oder zweitbeste Team im Mittelfeld. Aber wir können kämpfen, und das ermutigt mich."

Was in Bahrain für den Rennstall drin ist, wird sich zeigen. Wie man in Sachir gute Ergebnisse holt, weiß Norris, schließlich konnte er im Vorjahr den Formel-2-Auftakt für sich entscheiden. "Ich würde das gerne wiederholen, aber ich denke nicht, dass das ein realistisches Ziel wäre", lacht er und sieht es pragmatisch: "Wir müssen einfach Schritt nach Schritt machen." Eine ähnliche Performance wie in Australien sei schon zufriedenstellend. "Und dann kann ich an Dingen arbeiten, die ich nicht gut gemacht habe."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Autor Norman Fischer