Esteban Ocon: Erste Nacht als Grand-Prix-Sieger keine Minute geschlafen

Esteban Ocon berichtet von seinen Feierlichkeiten nach dem ersten Grand-Prix-Sieg in Ungarn - Jetzt möchte der Franzose mehr

Esteban Ocon: Erste Nacht als Grand-Prix-Sieger keine Minute geschlafen

Ein Formel-1-Gewinner schläft nicht! Die Erfahrung musste Esteban Ocon nach seinem überraschenden Sieg in Ungarn vor drei Wochen machen. Der Franzose gewann den Lauf auf dem Hungaroring völlig überraschend und krönte sich damit zum 111. Sieger in der Formel 1. Die Nacht danach wurde ziemlich kurz - oder lang, je nach Blickwinkel.

"Es hätte zu keinem besseren Zeitpunkt passieren können", sagt der Alpine-Pilot. Denn durch die anstehende Sommerpause hatten er und sein Team Zeit, das Ergebnis ausgiebig zu feiern. "Wir hatten eine tolle Party, und ich saß dann ohne geschlafen zu haben im Flugzeug. Von daher war es ein ziemlich harter Montag."

Doch Ocon betont: "Aber das war es wert! Und wenn es nochmal passiert, dann mache ich das gerne alles noch einmal!"

Später feierte er noch einmal mit den ganzen Jungs in der Fabrik - aber nur über Videokonferenz. "So funktioniert das heutzutage", lacht er. "Aber jeder konnte ein Foto mit dem Pokal machen, und ich konnte mir die Fotos anschauen. Das war mega!"

Zuhause bei seiner Familie fiel die Feier aber etwas kleiner aus: "Wir hatten ein nettes Abendessen und dann habe ich im Urlaub einfach nur entspannt. Das war eine tolle Zeit, und ich bin sehr, sehr zufrieden damit."

Dass er sich nun Grand-Prix-Sieger nennen darf, bedeutet dem Franzosen eine Menge. "Es ist Teil des Traums", sagt er. "Irgendwann möchte ich Weltmeister sein, aber dafür muss man Rennen gewinnen. Ich habe jetzt eines gewonnen, was ein toller Erfolg ist. Aber ich möchte mehr", so Ocon. "Ich habe 20 Jahre dafür gearbeitet, um das Rennen zu gewinnen."

Zumindest weiß er aber jetzt, dass er und sein Alpine-Team in der Lage sind, Chancen zu ergreifen, wenn sie sich bieten. Das ist schon vergangenes Jahr in Bahrain gelungen, als Ocon hinter seinem ehemaligen Teamkollegen Sergio Perez Zweiter werden konnte. "Aber wir müssen noch hart arbeiten, um regelmäßig um solche Positionen kämpfen zu können."

In seinem Kopf ändere der Sieg aber erst einmal nichts: "Ich mache immer noch die gleiche Arbeit", sagt er. "Aber alle sind glücklich, und die Atmosphäre ist toll. Die Leute können sehen, dass ihre harte Arbeit belohnt wird - das war nicht immer der Fall."

In Spa bietet sich an diesem Wochenende die nächste Gelegenheit. Zwar scheint es vermessen, vom zweiten Sieg zu träumen, doch das Wetter könnte durchaus wieder die ein oder andere Chance bieten, von der man profitieren kann.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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