Ex-Teamchef Flavio Briatore: „Ich vermisse meine Formel 1“

Der ehemalige Formel-1-Teamchef Flavio Briatore kritisiert die Entwicklung der Formel 1 und fordert eine Rückbesinnung auf die ursprünglichen Werte.

Denn eine Formel 1, die entscheidend vom aktuellen Turbo- und Hybrid-Motorenformat dominiert werde, lasse den Glanz der Vergangenheit gänzlich vermissen, sagt Briatore in Die Welt.

„Niemand interessiert es, ob in den Autos ein Motor mit acht, sechs, sieben oder zwölf Zylindern läuft“, meint er. Die Rennserie solle auch nicht den Kampf der Ingenieure, sondern den Wettbewerb unter den Piloten in den Vordergrund stellen.

Doch fahrerisch lasse die Formel 1 derzeit ebenfalls zu wünschen übrig, denn sie setze dem Publikum keine Helden mehr vor.

Zu seiner Zeit, sagt Briatore, in der Ära von Senna und Schumacher, habe es noch „Gladiatoren“ gegeben. Es seien „Kämpfer“ gewesen, was die Zuschauer begeistert habe.

Inzwischen aber biete die Formel 1 auch nicht mehr die mächtige Soundkulisse, für die sie einmal bekannt war. „Dabei war und ist der Sound wichtig für die Show“, sagt Briatore, früher Teamchef bei Benetton und Renault.

Er kommt für sich zum Schluss: „Ich vermisse meine Formel 1.“ Ohne das Spektakel früherer Zeiten bleibe „nicht mehr viel an Attraktivität“, wie Briatore erklärt. „Das interessiert niemanden.“

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